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 Kutschenpferde in Grossstädten
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Seabiscuit
Average Member




675 Beiträge

Erstellt am: 08.02.2011 :  21:48:05 Uhr  Profil anzeigen Sende Seabiscuit eine private Nachricht
Ich möchte hier einen Thread über die Kutschenpferde in den Grossstädten eröffnen. Es interessiert mich, wie ihr darüber denkt. Ich selber habe keinerlei Erfahrungen mit dem Einspannen von Pferden, ich durfte mal mitfahren, aber ansonsten bin ich nicht informiert.

In fast jeder Grossstadt gibt es die berühmten Kutschenpferde für die "romantische" Kutschenfahrt für die Touristen.
Ich war letztes Jahr in New York und war schockiert über die zahlreichen Kutschenpferde, welche tags und nachts über den Timessquare getrieben werden. Auch im CentralPark haben sie es kaum besser - im Sommer kippen viele um vor Hitze und ohne Wasser.
Hier einige Impressionen: http://www.banhdc.org/
Meine Cousine ist von NewYork und lebt in der Nähe des "Stalles". Es handelt sich um ein dunkles Haus mitten in Manhattan, kaum Tageslicht und steile Rampen zwischen den Stockwerken.
Auch die berühmten Fiaker in Wien sind ein Schandfleck für die sonst so schöne Stadt. Aber solange die Touris die Fahrten buchen und bezahlen, solange wird es diese Kutschen geben.
Leider ist auch hier im Berner Oberland in Interlaken ein reger Kutschbetrieb. Die Touristen werden fast ganzjährig durch die Strassen gefahren und die Tiere haben auch keinen Unterstand.

Mich würde eine rege Diskusion interessieren. Wie steht ihr zu diesen städtischen Kutschenpferde?

Ein Pferd ohne Reiter ist immer noch ein Pferd, ein Reiter ohne Pferd nur noch ein Mensch.
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andrea212
Junior Member



407 Beiträge

Erstellt  am: 08.02.2011 :  22:07:36 Uhr  Profil anzeigen Sende andrea212 eine Private Nachricht
ich habe eigentlich keine Ahnung wie die Pferde gehalten werden, wielange sie an der Kutsche laufen müssen, wieviel "Freizeit" sie haben, wie es mit Tierärztliche betreuung, Hufpflege, Futterzeiten, Wasserversorgung und Haltung aussieht. Aaaaber schon als Kind (in Wien) taten mir die Pferde an den Kutschen wahnsinnig leid. Mir tat vorallem der Anblick leid, wenn die Tieren auf den harten Böden traben mussten. Aber eben, eigentlich habe ich keine Ahnung. Die Pferde sind das Kapital der Kutscher und so habe ich das Gefühl, sollten die eigentlich schon alles erdenkliche tun um das Wohl der Tiere. Aber obs so ist weiss ich nicht. Ich wäre auf jeden Fall sicher nicht traurig wenn die Kutschen in den Grossstädten abgeschaft würden.

»Einem jeden, der sie reitet, naht sein Glücksstern sich im Raum. Leid verweht, das Leben gleitet leicht dahin – ein schöner Traum.«
Quelle: Leonhard Oesterle und Kerstin Wolf
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SandraBeeler
Senior Member



1686 Beiträge

Erstellt  am: 09.02.2011 :  06:29:27 Uhr  Profil anzeigen Sende SandraBeeler eine Private Nachricht
Ich bin jetz mal realistisch : wir können alle auch nicht ändern dass Robbenbabys abgeschlachtet und streunende Hunde ersäuft werden....
Die Kutschenpferde werden wenigstens beschäftigt ( wind und Wetter sollten den Pferden nicht zu arg zusetzen, die haben Fell) und haben einen " Sinn" im Leben nicht wie manche Sportpferde bei uns, die nur zum Trainieren oder fürs Turnier da sind....
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Lusi
Advanced Member



23335 Beiträge

Erstellt  am: 09.02.2011 :  07:54:13 Uhr  Profil anzeigen Sende Lusi eine Private Nachricht
Irgendwo hörts für mich auf. Nicht jedes Pferd, das arbeiten muss und nicht in grünen Wiesen steht, hat automatisch ein schlechtes Leben.

Und wie viele "umkippen" vor Hitze und wegen Wassermangel, das sei mal dahingestellt, das ist wieder ultra polemisch.


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andrea212
Junior Member



407 Beiträge

Erstellt  am: 09.02.2011 :  07:55:07 Uhr  Profil anzeigen Sende andrea212 eine Private Nachricht
Zitat:
Original erstellt von: SandraBeeler

Ich bin jetz mal realistisch : wir können alle auch nicht ändern dass Robbenbabys abgeschlachtet und streunende Hunde ersäuft werden....
Die Kutschenpferde werden wenigstens beschäftigt ( wind und Wetter sollten den Pferden nicht zu arg zusetzen, die haben Fell) und haben einen " Sinn" im Leben nicht wie manche Sportpferde bei uns, die nur zum Trainieren oder fürs Turnier da sind....


Ja die Kutschpferde werden beschäftig... Aber ob die Beschäftigung sinnvoller ist weder die der Sportpferde interessiert das Pferd wahrscheinlich nicht gross.


»Einem jeden, der sie reitet, naht sein Glücksstern sich im Raum. Leid verweht, das Leben gleitet leicht dahin – ein schöner Traum.«
Quelle: Leonhard Oesterle und Kerstin Wolf
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Ornata
Moderator



14877 Beiträge

Erstellt  am: 09.02.2011 :  09:32:14 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Ornata's Homepage Sende Ornata eine Private Nachricht
Mal abgesehen von den pferden, die wirklich schlecht betreut werden kann ich hier nur den kopf schütteln. Ich kenne kutscher, die in bergregionen fahren, kutscher, die in deutschen stadtparks rumdüsen und würde sehr gerne selbst als kutscher arbeiten, vielleicht kommt der tag noch (habe eine sichere anstellung, die ich nicht für eine saisonarbeit aufgebe).
Eben-saison: die pferde laufen nicht 365 tage 20h. Sie laufen saisonal, haben ruhetage, werden vielleicht um acht frühs angespannt und haben dann immer mal wieder einen job und warten dann wieder auf neue kunden.
Die kutscher sind absolute pferdenarren. Denen brauchen wir nichts vorzumachen. Die haben noch einen realistischen bezug zu ihren tieren, kommen ohne rosa gamaschen und lammfell an allen ecken und enden aus.
Schwarze schafe gibt es überall!
Unsere verfetteten, unterbemuskelten und gelangweilten pferde sind nicht der massstab.



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Ornata
Moderator



14877 Beiträge

Erstellt  am: 09.02.2011 :  09:36:56 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Ornata's Homepage Sende Ornata eine Private Nachricht
Und was ist mit den armen holzrückepferde, den pferden auf dem acker, den pferden der hirten in frankreich, spanien und überall sonst, und was ist mit den pferden, die uns reisegeilen rösseler durch die rocky mountains, durch island und über die berge von irland tragen?



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Lexa
Advanced Member



3038 Beiträge

Erstellt  am: 09.02.2011 :  09:37:19 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Lexa's Homepage Sende Lexa eine Private Nachricht
Als ich das letzte mal in Wien war, habe ich mich mal einige Zeit mit einem Kutscher unterhalten, und einiges erfahren.

Klar, die Pferde müssen hart arbeiten, und das in der Stadt mit den gepflasterten Strassen etc.

Aber sie haben strikte "Arbeitszeiten", müssen ordentlich gepflegt und gefüttert werden, da sonst kein Tourist mehr mit fahren würde. Die Tiere sind das Einkommen der Fuhrhalter, die können es sich nicht leisten, dass die Pferde schlecht aussehen. Bei dem Kutscher wo ich mit ihm gesprochen habe, kommen die Pferde nach der Arbeit in den Stall, der etwas ausserhalb von Wien ist. Dort dürfen sie auf die Weide, um die müden Füsse auszuruhen. Seine Pferde müssen 5 Tage die Woche arbeiten, und dürfen 2 Tage auf der Weide verbringen.

In Wien habe ich eigentlich auch nur gut aussehende Pferde gesehen. Leider ist das nicht in allen Ländern so der Fall.
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Lusi
Advanced Member



23335 Beiträge

Erstellt  am: 09.02.2011 :  09:44:44 Uhr  Profil anzeigen Sende Lusi eine Private Nachricht
Zitat:
[i]Original
In Wien habe ich eigentlich auch nur gut aussehende Pferde gesehen. Leider ist das nicht in allen Ländern so der Fall.


Wobei es den Menschen in andern Ländern oft auch sehr bescheiden geht.
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Ornata
Moderator



14877 Beiträge

Erstellt  am: 09.02.2011 :  09:45:39 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Ornata's Homepage Sende Ornata eine Private Nachricht
Und wann kommst du zum kaffee? Hihi

Andere länder andere sitten. Reden wir mal nur von den westlichen ländern, dass es in drittweltländern oft schlimme bilder gibt wissen wir ja und das darf nicht zum anhaltspunkt der berufskutscherei genommen werden.



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Seabiscuit
Average Member



675 Beiträge

Erstellt  am: 09.02.2011 :  09:49:33 Uhr  Profil anzeigen Sende Seabiscuit eine Private Nachricht
Dann sind all diese Panikmacher von wegen Fiakerpferde und NewYork Rössli übertrieben??

Ein Pferd ohne Reiter ist immer noch ein Pferd, ein Reiter ohne Pferd nur noch ein Mensch.
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Palino
Average Member



858 Beiträge

Erstellt  am: 09.02.2011 :  10:10:38 Uhr  Profil anzeigen Sende Palino eine Private Nachricht
Zitat:
Original erstellt von: Seabiscuit

Dann sind all diese Panikmacher von wegen Fiakerpferde und NewYork Rössli übertrieben??


Ich denke es ist wie Ornata gesagt hat, schware Schafe gibt es überall. Klar gibt's auch in Wien schlimme Fälle, wo die Pferde in einem dunklen Loch stehen, nie eine Weide sehen usw. Aber es ist doch so, dass in der Presse, im Internet usw. immer nur diese Fälle zu sehen sind, so dass man nicht merkt wie viele gute Beispiele es gibt. Und gerade in Wien sind die Vorschriften meines Wissens sehr streng.
Die New Yorker Verhältnisse kenne ich nicht, aber könnte mir vorstellen, dass es bei Amis etwas schlimmer zu und her geht, dort glaube ich diese Horrorgeschichten eher.

Aber eben, habs noch nie mit eigenen Augen gesehen, kann auch falsch liegen
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Lexa
Advanced Member



3038 Beiträge

Erstellt  am: 09.02.2011 :  10:25:25 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Lexa's Homepage Sende Lexa eine Private Nachricht
Zitat:
Original erstellt von: Lusi

Zitat:
[i]Original
In Wien habe ich eigentlich auch nur gut aussehende Pferde gesehen. Leider ist das nicht in allen Ländern so der Fall.


Wobei es den Menschen in andern Ländern oft auch sehr bescheiden geht.


Natürlich, da gebe ich Dir uneingeschrenkt recht. Ich kenne die Verhältnisse in anderen Städten zu wenig, als dass ich dazu was schreiben könnte. Da kenn ich leider nur die reisserischen Bilder der Presse.
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Seabiscuit
Average Member



675 Beiträge

Erstellt  am: 09.02.2011 :  10:44:59 Uhr  Profil anzeigen Sende Seabiscuit eine Private Nachricht
In Wien war ich persönlich noch nie.

Aber in NewYork gibt so ein kleines weisses Pferd vor einer Kutsche schon ein groteskes Bild ab, mitten in den hupenden Autos, den Sirenen der Polizeiautos und umgeben von Leuchtreklamen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass diese Pferde sich dabei wohl fühlen.
Im Vergleich dazu wirkt ein Kutschenrössli in Interlaken gerade wieder "normal".

Ein Pferd ohne Reiter ist immer noch ein Pferd, ein Reiter ohne Pferd nur noch ein Mensch.
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Seabiscuit
Average Member



675 Beiträge

Erstellt  am: 09.02.2011 :  11:52:09 Uhr  Profil anzeigen Sende Seabiscuit eine Private Nachricht
Offenbar gab es sogar eine Reitschule mitten in Manhattan:

http://www.suite101.de/content/reitschule-in-new-york-geschlossen-a40306

Das ist jetzt etwas aber bin gerade zufällig darauf gestossen

Ein Pferd ohne Reiter ist immer noch ein Pferd, ein Reiter ohne Pferd nur noch ein Mensch.
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Nemain
Senior Member



1304 Beiträge

Erstellt  am: 09.02.2011 :  15:02:05 Uhr  Profil anzeigen Sende Nemain eine Private Nachricht
Fragt sich eben (wie schon erwähnt) ob es denen so viel schlechter geht als so manchem Sportpferd, dass bei uns gehalten wird. Wie viele von denen dürfen nicht oder nur wenig auf die Weide? Sei es, weil sie sich verletzen könnten oder weil die Weide kaputt geht, wenn sie drauf rumbocken usw.
Und in der Reitschule kommen sie dann wahrscheinlich mehr aus der Box als ein Privatpferd, dass dann mal abends für eine Stunde oder weniger in die Halle kommt…
Bei den Kutschern in Wien hab ich eigentlich auch eher gutes gesehen/erfahren… die meisten decken ihre Pferde zu wenn's so kalt ist und sie stehen und pause haben. Wir wurden sogar zu nem anderen Kutscher geschickt, weil die Pferde gerade Pause hatten… Schlechte Beispiele gibt es aber sicher auch…

Wer Schreibfehler findet darf sie behalten... ;P

PitaPata Horse tickers

Bearbeitet von: Nemain am: 09.02.2011 15:02:54 Uhr
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Arabi
Junior Member



357 Beiträge

Erstellt  am: 09.02.2011 :  18:27:49 Uhr  Profil anzeigen Sende Arabi eine Private Nachricht
All dem Elend ein Ende machen zu wollen, ist ein Ding der Unmöglichkeit!
Was aber sicher jeder Einzelne wirkliche Tierliebhaber ohne allzuviel Aufwand tun kann ist, die Pferde, Esel etc. gut anzuschauen, bevor man in den Ferien oder in den Städten auf ein Pferd oder eine Kutsche steigt. Wer ein bisschen was von Tieren versteht, sieht, welches Pferd auch unter schlechten Bedingungen so gut wie möglich gehalten wird.
Wer nur schon Abstand von Ausritten und Kutschenfahrten mit abgemagerten, kranken oder wunden Pferden absieht, selber keine Stierkämpfe etc. besucht, hat schon viel getan.

Es gibt viele, die ihre Tiere unter den gegebenen Umständen so gut wie möglich behandeln, denen sollte der Vorzug gegeben werden.

Alles schönzureden oder das eigene Nichtstun mit " das ist dort nun mal so" oder " das ist dort Brauch" zu entschuldigen hilft den Lebewesen der Welt nicht weiter.
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Seabiscuit
Average Member



675 Beiträge

Erstellt  am: 09.02.2011 :  21:52:40 Uhr  Profil anzeigen Sende Seabiscuit eine Private Nachricht
Zitat:
Original erstellt von: Arabi

All dem Elend ein Ende machen zu wollen, ist ein Ding der Unmöglichkeit!
Was aber sicher jeder Einzelne wirkliche Tierliebhaber ohne allzuviel Aufwand tun kann ist, die Pferde, Esel etc. gut anzuschauen, bevor man in den Ferien oder in den Städten auf ein Pferd oder eine Kutsche steigt. Wer ein bisschen was von Tieren versteht, sieht, welches Pferd auch unter schlechten Bedingungen so gut wie möglich gehalten wird.
Wer nur schon Abstand von Ausritten und Kutschenfahrten mit abgemagerten, kranken oder wunden Pferden absieht, selber keine Stierkämpfe etc. besucht, hat schon viel getan.

Es gibt viele, die ihre Tiere unter den gegebenen Umständen so gut wie möglich behandeln, denen sollte der Vorzug gegeben werden.

Alles schönzureden oder das eigene Nichtstun mit " das ist dort nun mal so" oder " das ist dort Brauch" zu entschuldigen hilft den Lebewesen der Welt nicht weiter.



Arabi, ich finde treffender hätte man das nicht sagen können..! Ja, ich denke du hast es genau auf den Punkt getroffen. Man kann durch objektive Betrachtungsweise durchaus etwas ändern, wenn man sich anschliessen entsprechend verhält.

Ein Pferd ohne Reiter ist immer noch ein Pferd, ein Reiter ohne Pferd nur noch ein Mensch.
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TalkingAnimals
Senior Member



1939 Beiträge

Erstellt  am: 09.02.2011 :  22:18:23 Uhr  Profil anzeigen  Besuche TalkingAnimals's Homepage Sende TalkingAnimals eine Private Nachricht
Ich bin auch eine, die die Horrorbilder von Kutschpferden an manchen Orten schrecklich findet, keine Frage.

Trotzdem muss ich sagen, dass ich in meiner "2. Heimat" Berlin sehr überrascht war. Dort sind ja Kutscher beim Brandenburger Tor, bei denen man Rundfahrten buchen kann. Ich habe mir so eine Fahrt geleistet und habe mir dazu einen Einspänner ausgesucht mit einem kleineren Wagen.

Der Kutscher war begeistert, dass ich auch "Rösselerin" bin und war dementsprechend zum fachsimpeln aufgelegt. Er hat mir erzählt, dass die Pferde auf einem Landgut ausserhalb Berlins leben und mit dem Transporter jeweils in die Stadt gefahren werden frühmorgens. Futter, Wasser, etc. ist alles dabei und die Pferde werden tagsüber immer wieder verpflegt.

Vor der Kutsche ging eine Friese x Pony Mix Stute, um die 7jährig, die total cool war, abgesehen von ein paar kleinen Erschreckern, wenn ein Reisecar auftauchte (wenige Meter neben der Kutsche!). Der Kutscher blieb stehts äusserst gelassen, lobte das Pferd oft mit der Stimme und man merkte, dass es nicht nur ein Job für ihn war. Das Geschirr und die Kutsche waren sehr gepflegt und wo möglich am Pferd war das Geschirr mit Lammfell gepolstert. Das Pferd war gut genährt, gepflegt und hatte nirgends irgendwelche Druckstellen oder Verletzungen.

Nach der Fahrt zeigte der Kutscher mir auch noch den Spezialbeschlag des Pferdes, der anscheinend gut sein soll für das Fahren auf Asphalt. Ich weiss den Namen des Beschlags leider nicht mehr, jedenfalls war seine Erklärung dazu einleuchtend. Das Pferd wurde nach der Fahrt getränkt und mit Leckerlis belohnt.

In Berlin habe ich bisher bis auf ein Beispiel immer gepflegte Gespanne gesehen mit passenden Geschirren. An einem Gespann - das mir negativ in Erinnerung blieb - war ein Pferd mit dabei, das mir sehr dünn, schon fast mager, erschien.

In Ländern wie Ägypten, Tunesien o.ä. würde ich niemals eine Kutschenfahrt buchen. Auch gehe ich nicht reiten in Ferienländern, wenn die Pferde dort leiden müssen, nicht gepflegt sind, stundenlang gesattelt in der Sonne stehen müssen, schlecht im Futter stehen, etc.
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Schlitzöhrli
Junior Member



483 Beiträge

Erstellt  am: 11.02.2011 :  21:06:54 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Schlitzöhrli's Homepage Sende Schlitzöhrli eine Private Nachricht
Ja, dies ist so eine Sache...

Ich war vor einem Jahr auch in New York und war geschockt, in welchem Zustand diese Tiere sind. Am Morgen kommen sie zum Stall raus und traben z.B. zum Central Park - die Pferde haben total steife Bewegungen (gehen auch lahm) und die Hufe sind in katastrophalem Zustand
Aber solche Bilder kann man auch in anderen Touristenorten sehen. Letztes Jahr war ich auf Rhodos und habe in Lindos die Esel gesehen, welche die fetten Pauschaltouristen zur Akropolis tragen - ein Jammer

Ich gehe in meinen Ferien nie reiten oder Kutsche fahren (weshalb auch, dies kann ich ja auch zu Hause *hihihi*). Und zwar genau aus diesem Grund. Die Tiere werden meistens als Geldmaschine betrachtet - der Gesundheit und dem Wohle des Tieres wird in den meisten Fällen keine Beachtung geschenkt.

Ich habe aber auch einmal ein Jahr in St. Moritz gelebt - dort hat es auch sehr viele Kutschenpferde. Bei denen ist mir aufgefallen, dass sie (verglichen mit Pferden in ausländischen Touristenorten) in sehr gutem Zustand/Verfassung sind. Sie haben auch regelmässige Pausen, etc. Diese Tiere sehen ganz anders aus, als die Kutschenpferde in NYC... Ich bin der Meinung, ein Pferd kann schon sehr lange Strecken laufen und den ganzen Tag im Masse arbeiten (nicht 8 Stunden Vollgalopp) und man kann auch etwas von einem Pferd fordern - aber die Frage stellt sich halt schon, wie man das Ganze angeht und wie die Pferde auch sonst gepflegt werden. Und schlussendlich gehen ja auch viele Reiter mit ihren Pferden an Distanzritte, Wanderritte, Holzen in den Wald, usw. usf.

Not all girls are made of sugar and spice & everything nice...
Some girls are made of adventure, fine beere, brains and no fear :-)

Bearbeitet von: Schlitzöhrli am: 11.02.2011 21:11:51 Uhr
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Seabiscuit
Average Member



675 Beiträge

Erstellt  am: 16.02.2011 :  10:05:32 Uhr  Profil anzeigen Sende Seabiscuit eine Private Nachricht
VIER PFOTEN begrüßt politische Maßnahmen bei Fiakern – mit großem ABER

http://www.vier-pfoten.at/website/output.php?id=1202&idcontent=3482&language=1

Das Fiakergesetz soll verschärft werden: In Zukunft werden Fahrtenbuch, in dem auch Fütterungen und Ruhepausen eingetragen werden, sowie Nummerntafeln verpflichtend. Außerdem soll durch ein Farbsystem gesichert werden, dass die Pferde nicht täglich im Einsatz sind.

http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3902&Alias=wzo&cob=544018

Ein Pferd ohne Reiter ist immer noch ein Pferd, ein Reiter ohne Pferd nur noch ein Mensch.

Bearbeitet von: Seabiscuit am: 16.02.2011 10:12:54 Uhr
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