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Meiti4ever
Starting Member



7 Beiträge

Erstellt  am: 13.08.2019 :  17:00:47 Uhr  Profil anzeigen Sende Meiti4ever eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Für mich stimmt nicht das ich mit dem Pferd Plusten muss oder Walen und sein Schiss überdecken mit einem Shirt von mir, das wäre jetzt etwas was ich nicht machen würde...

aber z.b. kommt mein Pferd nie ganz nahe zu mir, sondern bleibt immer ca 2 m vor mir stehen beim Rufen, ich dachte immer das wäre Frech, aber angeblich ist das "mein" Raum und zeigt das ich Ranghöher bin.

Finds allgemein noch Interessant und hab grad alle Berichte gelesen von der HP, auch einfach cool mal zu erfahren was es Bedeutet und wie es ein Pferd sieht, mir war wirklich nicht alles so klar...., aber nicht das ich das Nachahnen müsste.


Zitat:
Original erstellt von: marmay

Zitat:
Original erstellt von: Meiti4ever

Hatte jetzt grad ziemliche "AHA" Erlebnisse beim durchlesen von "5 Verhaltensweisen für eine gelungene Kommunikation mit dem Pferd"...
ich denke man kann sich gut was rausnehmen was für einem Stimmt, alles würde ich auch nicht unterschreiben


Wie sahen die AHA-Erlebnisse aus? Das würde mich noch interessieren und was Du nicht unterschreiben würdest.
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souhaila
New Member



71 Beiträge

Erstellt  am: 13.08.2019 :  17:08:25 Uhr  Profil anzeigen  Besuche souhaila's Homepage Sende souhaila eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Hmmm - meiner markiert mit seinen Ausscheidungen. Muss ich jetzt wirklich in die Halle sch...., damit er mich respektiert??? Bislang hatte ich glücklicherweise nicht das Gefühl
Aber ich habe tatsächlich auch schon mal den Tipp gelesen, man könne einen Hengst unterwerfen, indem man ein getragenes T-Shirt über seine Haufen breitet und wenn er drübermarkiert das nächste, usw. Bis er "leer" ist - dann hätte man "gewonnen". Irgendwie wollte aber niemand so einen 5-fachen T-Shirt-Kack-Burger in seinem Auslauf bauen. Der Beweis, dass das funktioniert steht also noch aus. Freiwillige vor !
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hutti
Average Member



588 Beiträge

Erstellt  am: 15.08.2019 :  14:20:12 Uhr  Profil anzeigen Sende hutti eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: souhaila

Hmmm - meiner markiert mit seinen Ausscheidungen. Muss ich jetzt wirklich in die Halle sch...., damit er mich respektiert??? Bislang hatte ich glücklicherweise nicht das Gefühl
Aber ich habe tatsächlich auch schon mal den Tipp gelesen, man könne einen Hengst unterwerfen, indem man ein getragenes T-Shirt über seine Haufen breitet und wenn er drübermarkiert das nächste, usw. Bis er "leer" ist - dann hätte man "gewonnen". Irgendwie wollte aber niemand so einen 5-fachen T-Shirt-Kack-Burger in seinem Auslauf bauen. Der Beweis, dass das funktioniert steht also noch aus. Freiwillige vor !


Wörter wie "unterwerfen" und "gewinnen" klingen eher nach Kampf als nach Kommunikation und Zusammensein. Ich kann nur Mit Pferden Sein (Sabine Birmann) empfehlen, gerade was Hengste anbelangt.
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miso
Junior Member



242 Beiträge

Erstellt  am: 15.08.2019 :  15:01:46 Uhr  Profil anzeigen  Besuche miso's Homepage Sende miso eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: hutti



Zitat:
Original erstellt von: hutti



Ja, da stimme ich dir zu. Mich stören diese Begriffe auch immer wieder. Ich bin keine dominante Person, wenn ich das versuchen würde wäre ich ziemlich unauthentisch. Dann wäre es eben ein Kampf.
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gina 5
Junior Member



207 Beiträge

Erstellt  am: 15.08.2019 :  18:08:32 Uhr  Profil anzeigen Sende gina 5 eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Ich seh das auch skeptisch. Ich denke schon, dass es funktioniert, doch glaube ich, dass man damit Gefahr läuft, Rangkämpfe herauszufordern
Beispiele die ich erlebte: Ein eher schlecht gelauntes Pferd stampfte beim Putzen regelmässig mit dem Vorderbein auf den Boden. Einmal stampfte ich auch, im nächsten Moment sprang es mich mit offenem Maul an und hätte mich erwischt, wenn der Strick nicht gestoppt hätte. Es ging eindeutig besser, wenn man das Putzen ruhig durchzog und das Pferd halt stampfen liess. Anderes Beispiel: Pferd lässt sich gerne Anfassen und massieren, so lange man ruhig dran geht. Am Anfang prustete ich am Schluss selber noch Luft ab, um zum Entspannen zu animieren. Also natürlich nicht so extrem wie im Video sondern eher ein hörbares Ausschnaufen. Spontane Reaktion dieses Pferdes: Nüstern hoch, Ohren nach hinten, Maul Richtung mich. Ich lernte, das Prusten (Schnauben ) kann offenbar auch eine Art Drohgebärde sein, worauf das Pferd "antwortete". Interessant war, dass das Pferd sofort zu realisieren schien, dass ich nicht die Dominante raushängen wollte und sich innert wenigen Sekunden wieder enspannte.

Meinem Rössli blase ich schon mal leicht in die Nüstern, aber nur wenn sie selber mit der Nase an meine Wange kommt. Sie würde es definitiv nicht mögen, wenn ich zur Begrüssung gleich an ihren Kopf gehen würde. Ich bin auch froh, dass es genug "menschisch" kann, um bei einem Reflex zur sozialen Fellpflege, wenn ich es kratze, sich zurück zu halten und nicht die Zähne einzusetzen.
Und auch wenn mir ein ranghohes Pferd zu sehr auf die Pelle rückt benehme ich mich "pferdisch" und schicke es weg und wenn es das nicht umgehend akzeptiert wähle ich extra meinen Weg da durch, wo es steht, damit es ausweichen muss. Dies aus dem Grund, wenn ich mein rangniederes Pferd an der Hand habe, damit es nicht zu unangenehmen Situationen kommt wenn andere Pferde zu Nahe kommen

Aber generell benehme ich mich einfach so authentisch wie möglich in meiner eigenen Sprache und versuche die Gedanken möglichst im hier und jetzt zu haben. So funktioniert der Dialog sehr gut. Wie Andere hier habe ich ebenfalls die Erfahrung gemacht, dass Pferde einem sehr gut verstehen, so lange man klar in seiner (Körper-) sprache und Mimik ist.

Bearbeitet von: gina 5 am: 15.08.2019 21:38:24 Uhr
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Nicole Meyer
Average Member



509 Beiträge

Erstellt  am: 16.08.2019 :  08:51:16 Uhr  Profil anzeigen Sende Nicole Meyer eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
@hutti: Danke. Das hätte ich nicht besser sagen können. Im Allgemeinen gehören die Worte „dominieren und unterwerfen“ nicht zur Arbeit mit Pferden.
Bei meinem Hengst funktioniert nur Konsequenz, Ruhe und Fairness. Alles andere wird von ihm nicht akzeptiert.
Mein Junge und ich haben zum Glück unseren Mittelweg gefunden. Ich akzeptiere ihn mit all seinen Ecken und Kanten und er mich(;-)) und wir sind noch lange nicht am Ende unserer Reise

Erlaube deinem Pferd Fehler zu machen. Es lernt aus seinen Fehlern, genau wie wir Menschen und es sollte sich nie davor fürchten müssen etwas falsch zu machen
-Buck Brannaman-
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souhaila
New Member



71 Beiträge

Erstellt  am: 16.08.2019 :  10:46:28 Uhr  Profil anzeigen  Besuche souhaila's Homepage Sende souhaila eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Die Idee, einen Hengst zu unterwerfen kam nicht von mir - das war lediglich ein Tipp, den jemand gab, als eine andere Person von ihren Problemen mit einem Hengst erzählte und nach Rat suchte. Ich hoffe, aus meinem Post ist klar geworden, was ich davon halte ...

Was das ganze Dominanzgerede angeht halte ich mich mittlerweile eh am liebsten komplett raus, weil ich das Gefühl habe, dass jeder da etwas anderes drunter versteht. Und ich glaube, dass daraus sehr viele Missverständnisse bezüglich Pferdeausbildung entstanden sind. Für die meisten bedeutet Dominanz halt, sich in allen Situationen zur Not (und manchmal auch ohne Not...) resolut durchzusetzen, wobei oft übersehen wird, dass das Pferd einen guten Grund hat sich zu widersetzen. Ein wirklich dominantes Pferd ist in erster Linie souverän - das hat es gar nicht nötig, allen anderen ständig auf die Nase zu binden, dass es der Chef ist.
Und auf der anderen Seite gibt es ja mittlerweile die Behauptung, dass es zwischen artfremden Spezies gar keine Rangordnung gibt. Bei der Fraktion ist dann ein Anrempeln mit der Schulter ein Gleichgewichtsproblem ... Und auch diese Leute haben extrem gute Erfolge mit einem konsequenten, rein positiv verstärkten, kleinschrittigen Aufbau.
Im Endeffekt geht es doch einfach darum dem Pferd klar zu vermitteln, was erwünscht oder nicht erwünscht ist, immer unter der Berücksichtigung, was das Pferd gerade physisch und psychisch leisten kann. Und daraus zieht das Pferd dann Schlüsse, ob es sich lohnt sich uns anzuschliessen, ob es uns vertrauen kann und gehorchen will (oder muss). Wenn man das alles mit ja beantworten kann (und es gehorchen will) hat man wohl genau die Beziehung, die sich die meisten wünschen. Wenn es das Gefühl hat, es müsse um jeden Preis gehorchen hat man es geschafft, sein Pferd in eine erlernte Hilflosigkeit hineinzumanövrieren (was leider sehr oft passiert, wobei die meisten Leute es nicht mal wahrnehmen )). Gerade bei Hengsten ist letzteres aber oft schwieriger zu erreichen - die haben einfach ein höheres Aggressionspotential und damit sind sie bei einem Testosteronschub auch wesentlich gewillter, sich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren oder eine in ihren Augen ungerechtfertigte Massregelung mit Kampf zu beantworten. Drum sind sie eigentlich super Lehrer . Wobei Hengst nicht gleich Hengst ist. Wir haben durchaus auch welche am Stall, die sind von Wallachen nicht zu unterscheiden. Nicht mal, wenn man ein fremdes Pferd danebenstellt oder die Stutenherde die Weide nebenan bezieht.

Und um dem nächsten Aufschrei direkt entgegenzuwirken: doch, Testosteron macht mutig und "kampflustiger". Das heisst nicht, dass ein Hengst per se ein aggressives Monster ist, sondern nur, dass man ihn leichter provozieren kann, als denselben Hengst als Wallach. Ist bei Männern übrigens genauso . Es gäbe auch viel weniger Unfälle, Gewaltverbrechen und Morde, wenn wir Männer einfach flächendeckend kastrieren würden
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Liseli
Junior Member



221 Beiträge

Erstellt  am: 16.08.2019 :  16:25:03 Uhr  Profil anzeigen Sende Liseli eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Ich finde die ganze Diskussion um Theorien und Strategien schwierig. Jedes Pferd ist eine eigenständige Persönlichkeit, und was für den einen funktioniert, geht beim anderen gar nicht.

Deshalb ist es für mich zentral, das eigene Tier zu beobachten und für genau dieses Mensch-Pferd-Paar den richtigen Weg zu finden. Dann findet man auch eine gemeinsame Sprache und kann im Laufe der Zeit zu einem richtig tollen Team zusammenwachsen. Auch ohne auf den Haufen zu liegen
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Chrigi77
Average Member



917 Beiträge

Erstellt  am: 16.08.2019 :  23:17:03 Uhr  Profil anzeigen Sende Chrigi77 eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Die beiden Bücher habe ich auch schon vor einiger Zeit gelesen. Aber ich fand, dass man darin jetzt nicht so viel Neues erfahren konnte, sondern dass das, was öffentlich im Internet zu finden ist, bereits das Wesentlichste ist, was Frau Pysall herausgefunden hat.
Das Befassen mit diesem Thema hat mich allerdings dazu veranlasst, unsere Pferde, - respektive ihr Verhalten, - etwas genauer zu beobachten. Es gab einige Dinge, die waren mir zuvor nicht aufgefallen, zeigten aber deutlich, dass vor allem die Stute damit eine Art Überlegenheit demonstrierte. Zum Beispiel, ihren Kopf über meinen auf die andere Seite zu heben. Als ich es bei ihr machte, einfach mit den Händen, tolerierte sie dies gar nicht. Auch wenn der Wallach seinen Kopf über ihren heben will, wird sie sauer und giftet ihn an. Ihm ist das jedoch wurscht. Dem Wallach sind sowieso einige Dinge eher gleichgültig, er legt da nicht so grossen Wert auf diese Rangordnungs-Spielchen.

Was mir jedoch auch noch aufgefallen ist, und wo ich Frau Pysall widersprechen muss: Wenn man aktiv unter dem Kopf des Pferdes durchtaucht, dann hat das nichts mit Unterwerfung zu tun oder damit, dass das Pferd dann das Sagen hat.
Die Stute macht das des öftern beim Wallach, wenn er seinen Kopf auf ihren Hals legen will, sie unzufrieden ist oder ihn wegschubsen will. Auch schon hat sie es bei mir gemacht, um sich zu entziehen, wenn ich z. B. meine Hand auf ihren Mähnenkamm lege, wenn sie frei im Stall herumläuft. Beim Reiten oder bei der Bodenarbeit toleriert sie es, da sind wir schliesslich im Arbeitsmodus.

Aus meiner Sicht soll man einfach seinen gesunden Menschenverstand walten lassen und in seinem Verhalten konsequent, aber fair dem Pferd gegenüber sein. Ich glaube, das ist das wichtigste. Wer Zeit und die Möglichkeit hat, Pferde in der Gruppe zu beobachten, wird vielleicht noch ein paar weitere Erkenntnisse erhalten. Was man damit macht, ist schlussendlich jedem seine Entscheidung, solange man damit dem Pferd keinen Schaden zufügt.
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Melody5
Senior Member



1315 Beiträge

Erstellt  am: 17.08.2019 :  07:04:03 Uhr  Profil anzeigen Sende Melody5 eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Auch bei der Motiva Methode gibt es sicher Sachen die gut sind. Jedoch finde ich, dass man seinen eigenen Weg finden muss. Jedes Pferd-Mensch-Paar ist anders. Seit ich nach keiner Methode mehr „arbeite“ sondern wir unseren Weg gefunden haben, hat sich unsere Beziehung vertieft. Von Dominanz halte ich nichts. Ich möchte einfach, dass er meinen Raum respektiert, so wie ich auch seinen Raum respektiere. Meinem Pferd ist Routine in den alltäglichen Sachen enorm wichtig, also halte ich diese so gut es geht ein. Er hat enorm viele Freiheiten und hat ein Mitspracherecht. Mein jetziges Pferd hat mich auf diesen Weg gebracht da alles andere nicht funktioniert hat was bei meinem vorherigen Pferd funktioniert hat.
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Tim und Wili
Senior Member



1440 Beiträge

Erstellt  am: 17.08.2019 :  14:41:29 Uhr  Profil anzeigen Sende Tim und Wili eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Ich habe die gleiche Erfahrung wie Melody gemacht, man muss sein Pferd genau beobachten und dann angemessen behandeln. Jede Pferd/Menschpartnerschaft funktioniert anders.
Man muss einfach immer bereit sein das eigene Tun zu hinterfragen und gegebenenfalls neue Wege einzuschlagen.
Seit ich mit meiner Stute arbeite wie ich denke es passt klappt vieles was vorher schwierig war sehr viel besser.

Keine Stunde im Leben die man im Sattel verbringt ist verloren.

Bearbeitet von: Tim und Wili am: 17.08.2019 14:46:07 Uhr
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