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 Stute hat aggressive "Anfälle"

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Ü B E R S I C H T    
Urielle Erstellt am: 27.07.2020 : 16:28:22 Uhr
Meine Stute lebt in einem Offenstall mit viel Platz und Heu frei zur Verfügung. Die Herde ist eine kleine konstante Gruppe von mehrheitlich Stuten. Meine Stute ist recht dominant und ranghoch.

Sie zeigt phasenweise folgendes Verhalten, welches sich nicht erklären lässt:

Sozusagen aus dem "Nichts" dreht sie sich zu den anderen Pferden um, quietscht und schlägt aus. Dann läuft sie rückwärts auf die anderen Pferde zu und versucht zu schlagen. Wenn sich dann ein anders Pferd etwas ungeschickt in eine Ecke manövriert hat, traktiert sie dieses, bis es einen Weg findet, wegzurennen. Das ganze wird begleitet von grossem Rumgequietsche von beiden Seiten.

Danach ist der "Spuk" vorbei und es ist wieder Ruhe eingekehrt. Es kann sein, dass es wochen-/monatelang nicht vorkommt und dann plötzlich wieder. Meist "trifft" es dieselbe Stute, welche verprügelt wird.

Hat Jemand ein solches Verhalten bei einer Stute mal miterlebt? Oder vielleicht Tipps oder Erfahrungen mit einem solchen Verhalten?

Danke & Grüsse

Urielle
D I E    20   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
Tierkinesiologin Erstellt am: 11.08.2020 : 09:46:44 Uhr
Hallo zusammen

Ich habe gute Erfahrungswerte, solche Pferde kinesiologisch zu behandeln. Es verändert sich teilweise die ganze Gruppenkonstellation etwas.
Man kann/darf zwar nichts versprechen, aber Vieles ist möglich. Es kann gut sein, dass sie etwas plagt, ob gesundheitlich oder eine Überforderung oder x etwas.

Lg
Chigi Erstellt am: 07.08.2020 : 11:48:45 Uhr
Wir haben wegen solchen Problemen mal eine ältere Stute kastriert, war nacher viel besser in der Herde. Allerdings würde das ja eher nicht Deine Stute sondern die andere Stute, welche extrem rosst, betreffen. Das "Kastrieren der alten Zuchtstute" ist jedenfalls eine altbekannte Massnahme für Ruhe in der Gruppe...

Frust oder Unterbeschäftigung kann durchaus die Ursache für ein solches Verhalten sein, möglicherweise könntest Du Deine Dame auch geistig beschäftigen. Sollte es aber der Frust sein, selber nicht gedeckt zu werden (Mami-Wünsche), dann kannst Du nicht viel dagegen machen

Wenn der Zusammenhang mit der Rosse der anderen Stute wirklich deutlich ist, dann würde ich schlichtweg entwerde Deine oder die rossige Stute zu den fraglichen Zeiten absondern (ist ja relativ einfach zu bewerkstelligen: aufpassen, dass man die erste Rosse der Saison nicht verpasst und ab da alle 3 Wochen bis Ende der Rossesaison). Ich hoffe, Ihr findet eine gute Lösung für alle Beteiligten!
Fribipower2003 Erstellt am: 07.08.2020 : 11:22:08 Uhr
Ich würde auf alle Fälle nicht zu lange zuschauen und die Stute dauerhaft abtrennen, wenn sie immer auf die anderen Pferde losgeht. Ich habe genau einen Moment zu lange gewartet und hatte daher heute den Tierarzt im Stall.

Unser Terrorist ist wieder mal ausgetickt und hat Paddy ne schöne Breitseite verpasst. Ergebnis - tiefe Wunde unter der Kniescheibe, Bein dick bis zum Sprunggelenk. Der andere Wallach wird nun permanent von meinen beiden getrennt und zum Glück hat sie schon was anderes gefunden und ist Ende August weg.

Ich hoffe nur für die neue Stallbesitzerin, dass er dann dort nicht auch einzelne Pferde vermöbelt.
gina 5 Erstellt am: 02.08.2020 : 14:25:07 Uhr
Mein früheres sowie jetziges Pferd war/sind beides Stuten. Beide in unterschiedlichen Haltungsformen.

Ich stellte bei beiden fest, dass die Stärke der Rosse und damit auch das Verhalten meiner Pferde (ev. "Wille" zur höheren Rangposition?) zum grössten Teil von äusserlichen "pferdischen" Faktoren abhängig war. Was für Pferde im Umfeld waren, wie die sich verhielten, ob ein Hengst in Riechweite war, ein neuer Wallach, selber in einen neuen Stall gezogen, etc.

So läuft es aus meiner Sicht wieder auf das Thema passende Haltungsform sowie passende und stabile Gruppenzusammenstellung hinaus.
Chrigi77 Erstellt am: 01.08.2020 : 11:57:33 Uhr
Sehr spannend, was Souhaila hier erzählt hat!
Meine Stute war früher ebenfalls immer sehr stark rossig und wurde daher oft verprügelt und wurde sogar von einer anderen Stute bestiegen. Zuerst dachten wir, dass dieses andere Stütchen ein hormonelles Problem hat. Es stellte sich aber heraus, dass es meine Stute war und seitdem sie beidseitig operiert wurde (Eierstöcke raus), herrscht Ruhe.
Lusi Erstellt am: 31.07.2020 : 20:32:25 Uhr
oh ja, Stoffwechselprobleme können wütend machen, das weiss ich von meinem Apachenruhesanftinfrieden.
souhaila Erstellt am: 31.07.2020 : 18:42:26 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: Babetine

Zitat:
Original erstellt von: souhaila



Nicht Dr Google sondern Dr. Christina Fritz
Aber schön dass wir uns bez. Stoffwechselproblem einig sind.
Ich vermute bei dieser Stute könnte dies eben auch der Fall sein. Was meinst Du als TA? Kann eine Entgleisung des Stoffwechsels aggressiv machen? Vielleicht KPU, aber das ist ja auch nicht wissenschaftl. erwiesen und umschritten. Ev. durch Zinkmangel ? Oder Schilddrüsenproblem?


Ja, Frau Fritz hat einige zum Teil durchaus interessante Hypothesen zur Pathogenese diverser Krankheiten, die aber leider zum grossen Teil nicht durch echte Studien belegt sind. Dafür werden ihre Äusserungen umso lieber und grosszügiger im Internet als der Weisheit letzter Schluss verteilt. Ich kenne sie übrigens nicht persönlich und kann deshalb nicht sagen, ob sie selbst behauptet, dass ihre Thesen bewiesen sind oder ob sie sich da vorsichtiger ausdrückt.

Stoffwechsel und Hormonhaushalt hängen eng zusammen und Hormone haben einen sehr grossen Einfluss auf Emotionen und Verhalten. Einen Zusammenhang gibt es also absolut, egal ob Schilddrüsenhormone, Stresshormone oder Sexualhormone.
Babetine Erstellt am: 31.07.2020 : 18:11:19 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: souhaila



Nicht Dr Google sondern Dr. Christina Fritz
Aber schön dass wir uns bez. Stoffwechselproblem einig sind.
Ich vermute bei dieser Stute könnte dies eben auch der Fall sein. Was meinst Du als TA? Kann eine Entgleisung des Stoffwechsels aggressiv machen? Vielleicht KPU, aber das ist ja auch nicht wissenschaftl. erwiesen und umschritten. Ev. durch Zinkmangel ? Oder Schilddrüsenproblem?
souhaila Erstellt am: 31.07.2020 : 15:15:15 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: Babetine




Ich gehöre zu diesen Tierärzten, die mit dem ACTH-Wert arbeiten und doch, der ist bei deutlicher Erhöhung sehr wohl aussagekräftig, sofern beim Zeitpunkt der Blutentnahme kein Fehler gemacht wurde. Zumindest ist das der momentane Stand der Forschung.
Pseudocushing gibt es in der wissenschaftlichen Literatur nicht beim Pferd (nur beim Menschen), das findet man lediglich bei Dr. Google. Wer dem mehr Glauben schenkt als evidenzbasierter Forschung darf das gerne tun. Ich halte mich eher an die Wissenschaft.
Übrigens ist Cushing vor allem wegen seiner Nebenerkrankungen gerne mal tödlich. Wir haben es damals früh entdeckt, leider hat sie dieses Jahr aber tatsächlich eine leichte Hufrehe gemacht. Man steckt also nicht drin und ich weiss nicht, wie lange es noch gut geht. Ich kenne aber einige Pferde, die unter Prascend jahrelang stabil bleiben. Das spricht nicht gegen die Diagnose.
Ein Stoffwechselproblem ist es aber unbestritten
Babetine Erstellt am: 31.07.2020 : 13:38:15 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: souhaila

Zitat:
Original erstellt von: Babetine

Zitat:
Original erstellt von: souhaila


wie wurde das Cushing festgestellt, Bluttest oder CT? Und wie lange ist das her?




Wir haben ACTH bestimmt im Blut. CT ist jetzt nicht unbedingt die Methode der Wahl beim Pferd . Ich glaube es ist 6 Jahre her. Mittlerweile ist die Dame 28 und hat sich nie wieder "daneben" benommen


Dann ist es vermutlich eher ein Pseudo Cushing, denn sonst würde das Pferd nicht mehr solange leben, trotz Medi. Und vermutlich ist es dann eben eher ein Stoffwechselproblem was da zugrunde liegt oder lag...
ACTH Werte sind nicht so wahnsinnig aussagekräftig... Obwohl viele TA damit arbeiten.
Lúthien Erstellt am: 31.07.2020 : 13:10:23 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: Fribipower2003

Zitat:
Original erstellt von: Lúthien
Gerade wieder hat ein Pferd eine mühsame Verletzung


Und wieso wird er nicht abgetrennt? Bei uns wird der "Terrorist" konsequent sofort separiert wenn er anfängt Stunk zu machen. Die SB schaut da nicht so lange zu bis es eskaliert.




Da fragst du die Falsche Ich bin nicht die Stallbesitzerin.
souhaila Erstellt am: 31.07.2020 : 12:01:20 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: Babetine

Zitat:
Original erstellt von: souhaila


wie wurde das Cushing festgestellt, Bluttest oder CT? Und wie lange ist das her?




Wir haben ACTH bestimmt im Blut. CT ist jetzt nicht unbedingt die Methode der Wahl beim Pferd . Ich glaube es ist 6 Jahre her. Mittlerweile ist die Dame 28 und hat sich nie wieder "daneben" benommen
Babetine Erstellt am: 31.07.2020 : 11:41:09 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: souhaila


wie wurde das Cushing festgestellt, Bluttest oder CT? Und wie lange ist das her?

souhaila Erstellt am: 31.07.2020 : 10:28:29 Uhr
Meine alte Stute, die früher fast nie eine Rosse angezeigt hatte und ein vorsichtiges rangniedriges Pferd ist, das jedem Ärger aus dem Weg geht und deshalb nie eine Verletzung von Gruppenstreitigkeiten davongetragen hatte wurde mit Anfang/Mitte 20 plötzlich 2x kurz nacheinander von 2 verschiedenen Pferden zusammengeschlagen. Also nicht nur ein bisschen, sondern sie hatte tatsächlich Verletzungen am ganzen Körper. Und das obwohl die Besitzer beider Pferde beteuerten, dass sie das noch nie gemacht hatten. Ich habe sie dann erst mal aus der Gruppe genommen und sass bei den Wiedereingliederungsversuchen stundenlang daneben. Dabei fiel auf, dass mein sonst so schüchternes Stütchen plötzlich reichlich hengstig in die Gruppe preschte und vor allem zeigte sie sich stockrossig und wollte insbesondere der "Täterin" des letzten Zwischenfalls regelrecht unter die Füsse kriechen. Sie war wirklich soooo aufdringlich, hat sie von allen Seiten angepieselt, sich an sie geschmiegt, ist ihr vor der Nase rumgetanzt, halb unter den Bauch gekrochen, etc. Ich konnte die andere Stute (die übrigens sehr nett zu ihr war, als ich es beobachtet habe) verstehen, dass ihr das mal zuviel geworden ist ... Glücklicherweise fanden wir relativ bald raus, dass meine Cushing hat. Seit sie eingestellt ist, verhält sie sich wieder wie eh und je. Gynäkologisch war sie übrigens unauffällig.
Jurablitz Erstellt am: 30.07.2020 : 19:44:00 Uhr

Unsere QH-Stute damals hatte einen Eierstocktumor. Dadurch reagierte sie in gewissen Situationen "hengstig". Die vordem ruhige, ranghohe aber faire Stute attackierte dann ebenfalls phasenweise vor allem die anderen Stuten. Sie wurde dann im Tierspital operiert und ein paar Wochen später war sie wieder die Alte.

miso Erstellt am: 30.07.2020 : 15:15:20 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: Urielle



Rossige Stuten können halt schon sehr nerven ich würde dir auch was beruhigendes/ausgleichendes empfehlen, Bachblüten oder mit dem TA mal checken.
Urielle Erstellt am: 30.07.2020 : 13:31:55 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: Chrigi77

Also in diesem Fall würde ich das Anti-Müller-Hormon testen lassen durch den Tierarzt. Dieser Test kostet nicht alle Welt.
Nach Deinen Beschreibungen habe ich den Eindruck, dass sie tatsächlich entweder auf die Hormone der rossigen Stute reagiert oder dass sie vielleicht sogar selber (in dieser Zeit) gepiesakt wird? Eventuell durch die stark rossende Stute? Wie verhält die sich Deiner Stute gegenüber, wenn sie rosst?


Danke für den Tipp. Die rossige Stute zeigt ihre Rosse doch eher stärker (im Gegensatz zu meiner Stute oder eine andere Stute im Stall). Ob sie in dieser Zeit von der anderen Stute gepiesakt wird kann ich nicht sagen - da ist nie was aufgefallen. Ich denke eher, dass sie einfach stark auf die Rosse der anderen Stute reagiert.
Chrigi77 Erstellt am: 30.07.2020 : 13:05:26 Uhr
Also in diesem Fall würde ich das Anti-Müller-Hormon testen lassen durch den Tierarzt. Dieser Test kostet nicht alle Welt.
Nach Deinen Beschreibungen habe ich den Eindruck, dass sie tatsächlich entweder auf die Hormone der rossigen Stute reagiert oder dass sie vielleicht sogar selber (in dieser Zeit) gepiesakt wird? Eventuell durch die stark rossende Stute? Wie verhält die sich Deiner Stute gegenüber, wenn sie rosst?
Fribipower2003 Erstellt am: 30.07.2020 : 13:01:54 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: Lúthien
Gerade wieder hat ein Pferd eine mühsame Verletzung


Und wieso wird er nicht abgetrennt? Bei uns wird der "Terrorist" konsequent sofort separiert wenn er anfängt Stunk zu machen. Die SB schaut da nicht so lange zu bis es eskaliert.

Lusi Erstellt am: 30.07.2020 : 10:43:25 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: Urielle

Nach Rücksprache mit der Stall-Besitzerin würde ich gerne noch folgendes ergänzen:

Es ist uns aufgefallen, dass die Anfälle meistens dann vorkommen, wenn eine andere Stute rossig ist. Die Stute zeigt im Gegensatz zu einer anderen Stute im Stall die Rosse viel stärker. Darauf scheint meine Stute aggressiv zu reagieren.

Bei den älteren Pferden interessiert sich meine Stute nicht die Bohne.

Hat so was Jemand schon miterlebt?

Danke & Grüsse

Urielle


Dann würde ich sie probeweise in eine Wallachherde stellen. Und vorher auf jeden Fall ihren Hormonhaushalt checken lassen.

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