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Lusi
Advanced Member



23883 Beiträge

Erstellt am: 12.01.2020 :  09:18:01 Uhr  Profil anzeigen Sende Lusi eine private Nachricht  Antwort mit Zitat
So, nun bitte ich um Hilfestellung beim Aufbau.
Moonie habe ich nach Abklingen der akuten Phase alle zwei Tage Schritt geritten, harte Böden, möglichst eben. Rauf und Runter vermieden. Weide hatte er immer, dort kams auch zu Galopps. Ich habe mich entschieden, dass das so gut ist.
Es hat sich alles gut entwickelt und der Ultraschall gegen Ende November war erfreulich. Moonie hatte den Schaden vorne links. Dort beim Ultraschall hat er vorne rechts dann eine leichte Sohlenentzündung angezeigt. Das war innert weniger Tage auch gut. Er sieht für seine Verhältnisse schrecklich aus. Sein runder Arsch ist eckig. Sattellage eine Katastrophe, erstmals in seinem Leben sehe ich seine Wirbelsäule, weil die dominanter als die Muskeln seitlich davon ist... Schulter kantig. Ich kenn ihn so halt nicht. Sein rechter Vorderhuf wächst schief (er fällt von Natur aus stark auf die rechte Schulter, was wir in den Reitstunden immer korrigierten und im Griff halten konnten, jetzt entgleist das Ganze grad ein wenig).


Seit Anfang Dezember aufbauend stehe ich nun bei Ausreiten so weit: 1-2 Stunden, viel geradeaus, gute Böden, öfter versammeln und setzen während des Ritts, wenig spanischer Schritt weil er aus meiner Sicht vorne "zugemacht" hat seit ich ihn nicht mehr gescheit reiten konnte, Geraderichten im Schritt. Dann trabe ich bis 15 Minuten nun (also nicht am Stück, kurze Sequenzen, viele versammelte Übergänge, schwungfrei, gesetzt). Wir reiten zweimal wöchentlich aufwärts, da er dringend Muckies braucht, was dann leider ein Abwärtslaufen mit sich bringt (ich wähle steileres Bergauf und flacheres dafür etwas längeres Bergab).


Ausserdem brauche ich für den Aufbau einen neuen Sattel, unter dem Westernsattel habe ich zwei dicke Pads (4cm) aktuell, aber der Sattel fällt trotzdem auf die Schulter. Der alte Dressursattel wurde schon vor dem Schaden pensioniert, wegen des Schadens kams zu keiner neuen Anschaffung bisher.

Ich bin nun sehr unsicher - Wie baue ich ihn korrekterweise auf? Vorallem das Tempo des Aufbaus interessiert mich auch. Was ich im Netz gelesen habe machen da viele sauschnell vorwärts, das überzeugt mich nicht. Aber ich habe keine Ahnung. Ziel ist es, ihn künftig sorglos reiten zu können im Freizeitbereich.

Satteltechnisch habe ich mir überlegt einen zu kaufen, der mal mit mehr Polsterung geritten wird, dann eine Weile hoffentlich passt und später noch geweitet werden kann auf die benötigten hoffentlich wieder 34-25. Keine Ahnung ob das schlau ist.
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reebee
Advanced Member



3875 Beiträge

Erstellt  am: 12.01.2020 :  14:39:39 Uhr  Profil anzeigen Sende reebee eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Wir befinden uns gerade in einer ähnlichen Lage, nur bekamen wir die Diagnose fesselträgerentzündung erst Ende Dezember. Dazu kam vergangene woche noch ein hufabszess.
Hast du evtl die Möglichkeit, mit ihm aquatherapie zu machen? Für den Muskelaufbau top.
Bezüglich tempo ist es halt schwierig zu sagen, kommt sehr auf die schwere und art des schadens drauf an. Mein senior hatte zweimal eine zerrung des unterstützungsbandes und das dauerte jeweils gut ein jahr, bis er wieder voll einsetzbar war. Wie genau ich damals geritten bin und wie intensiv kann leider nicht mehr sagen, ist schon sehr lange her.
Gute Besserung!
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Lusi
Advanced Member



23883 Beiträge

Erstellt  am: 12.01.2020 :  15:36:46 Uhr  Profil anzeigen Sende Lusi eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: reebee

Wir befinden uns gerade in einer ähnlichen Lage, nur bekamen wir die Diagnose fesselträgerentzündung erst Ende Dezember. Dazu kam vergangene woche noch ein hufabszess.
Hast du evtl die Möglichkeit, mit ihm aquatherapie zu machen? Für den Muskelaufbau top.
Bezüglich tempo ist es halt schwierig zu sagen, kommt sehr auf die schwere und art des schadens drauf an. Mein senior hatte zweimal eine zerrung des unterstützungsbandes und das dauerte jeweils gut ein jahr, bis er wieder voll einsetzbar war. Wie genau ich damals geritten bin und wie intensiv kann leider nicht mehr sagen, ist schon sehr lange her.
Gute Besserung!


Hallo du
Ne, so Aquazeugs gibts hier nicht, ich denke, das geht auch ohne, "the old way"..

Danke, dann warte ich demfall auf weiter konkrete Aufbaupläne :) Deinem wünsche ich gute Besserung!
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miso
Junior Member



341 Beiträge

Erstellt  am: 13.01.2020 :  08:24:30 Uhr  Profil anzeigen  Besuche miso's Homepage Sende miso eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Einen konkrete Aufbauplan kann ich dir leider nicht bieten.

Ich nehme an, Anfangs bist du vor allem spazieren gegangen?
Das war damals mein erster Schritt, lange Spaziergänge bergauf und bergab.

(vielleicht machst du das ja schon) Aber womit ich gute Erfahrungen gemacht habe ist immer wieder abzusteigen und irgendwo (erhöht, Baumstumpf, Bänkli) wieder aufzusteigen. Falls das bei euch in der Umgebung gut geht. Das habe ich gut 3-4 Monate so gemacht bevor ich länger als 20-30min am Stück oben war.

Longiert habe ich ca 1x die Woche. Allgemein würde ich abwechseln mit Reiten und Spazieren.

Und solange der Sattel nicht passt würde ich nicht unbedingt lange drauf sitzen :/ wobei es natürlich schwierig ist, da er sich ja auch wieder verändern wird... vielleicht einer mit flexiblem Baum?
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Jolly-Jumper
Advanced Member



7447 Beiträge

Erstellt  am: 13.01.2020 :  09:27:32 Uhr  Profil anzeigen Sende Jolly-Jumper eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Ich habe, allerdings nach eine Fesseltrögerverletzung mit Stammzellentherapie, klar gemäss Tierarztanweisung Trab-Intervalle wöchentlich gesteigert um ein paar Minuten. D.h. mit z. B. zwei Minuten angefangen, danach auf vier erhöht nach 7 Tagen etc. Im Schritt habe ich wie du immer wieder gesetzte Abschnitte eingebaut. Die wöchentliche Steigerung hilft, dass man nicht zu viel zu schnell macht.

Ich kenne das schreckliche Aussehen und die Schiefe. Das habe ich nicht in dem Sinne aktiv wie sonst über Seitengänge korrigiert. Hier hilft Physiotherapie sehr gut gegen die Fehlhaltung, so meine Erfahrung. Ich bekam auch Übungen gezeigt, die ich machen konnte vom Boden aus. Unterstützt habe ich auch mit Bioresonanztherapie.

Ich würde einen Sattler anfragen, der Sättel verleiht. So könntest du einen passenden für den Aufbau leihen und dann wieder auf deinen angestammten Sattel wechseln, wenn das Pferd wieder besser bemuskelt ist.
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noita
Advanced Member



3161 Beiträge

Erstellt  am: 13.01.2020 :  13:30:31 Uhr  Profil anzeigen Sende noita eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Du reitest 1-2std aus? Und auch schon Hügel rauf, runter uund etwas Trab?
Aber dann hast Du doch schon einiges am Aufbau hinter Dir.
Ich würde je nachdem was Du an Übungen machen möchtest, 5-10min richtig Arbeit einbauen. Je nachdem wie belastend es ist für das Bein.
Ebene Fläche ein paar Schritte Seiengänge. Mal durch Stangen durch, Geschicklichkeitsaufgaben. Trab gezielt nicht zu schnelles Tempo. Nicht zu lang im Trab. Machst Du ja schon, nun steigern länger am Stück.
Dadurch das er Weide hatte und es trotzdem gut ist, machst Du ja nicht alzu viel falsch. Ist doch super, wie weit Ihr seit.

Ich mag unrecht haben und Du magst recht haben; und wenn wir uns bemühen,
dann können wir zusammen vielleicht der Wahrheit etwas näher kommen.
(Karl Popper, 1902 – 1994)
Übrigens...: "Es kommt nicht darauf an, wer regiert, solange man die Regierung ohne Blutvergießen loswerden kann."
(Karl Popper, 1902 – 1994)
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Lusi
Advanced Member



23883 Beiträge

Erstellt  am: 13.01.2020 :  16:41:53 Uhr  Profil anzeigen Sende Lusi eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: miso

Einen konkrete Aufbauplan kann ich dir leider nicht bieten.

Ich nehme an, Anfangs bist du vor allem spazieren gegangen?
Das war damals mein erster Schritt, lange Spaziergänge bergauf und bergab.

(vielleicht machst du das ja schon) Aber womit ich gute Erfahrungen gemacht habe ist immer wieder abzusteigen und irgendwo (erhöht, Baumstumpf, Bänkli) wieder aufzusteigen. Falls das bei euch in der Umgebung gut geht. Das habe ich gut 3-4 Monate so gemacht bevor ich länger als 20-30min am Stück oben war.

Longiert habe ich ca 1x die Woche. Allgemein würde ich abwechseln mit Reiten und Spazieren.

Und solange der Sattel nicht passt würde ich nicht unbedingt lange drauf sitzen :/ wobei es natürlich schwierig ist, da er sich ja auch wieder verändern wird... vielleicht einer mit flexiblem Baum?



Ich bin immer reiten gegangen, Schritt, bis zu eineinhalb Stunden. Bergauf wäre toll gewesen, aber man muss irgendwann wieder bergab, und das hat er nicht dürfen. Meine TÄ war nicht der Meinung, dass ich spazieren müsste.

Den Westernsattel bringt man ja mit dicken Pads zum "passen". Flexible Bäume möchte ich keine mehr, ich reite sie schief. Das ist kein Thema mehr.

Ja, das mit dem Sattel ist immer doof, wenn man am Aufbauen ist, kann er nicht passen. Ich glaube, Sättel passen kaum mal länger als ein paar Monate (wenn man Glück hat)... irgendwie ist das ein gaaanz leidigs Thema allgemein.

Bearbeitet von: Lusi am: 13.01.2020 16:51:42 Uhr
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Lusi
Advanced Member



23883 Beiträge

Erstellt  am: 13.01.2020 :  16:45:48 Uhr  Profil anzeigen Sende Lusi eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Jolly-Jumper

Ich habe, allerdings nach eine Fesseltrögerverletzung mit Stammzellentherapie, klar gemäss Tierarztanweisung Trab-Intervalle wöchentlich gesteigert um ein paar Minuten. D.h. mit z. B. zwei Minuten angefangen, danach auf vier erhöht nach 7 Tagen etc. Im Schritt habe ich wie du immer wieder gesetzte Abschnitte eingebaut. Die wöchentliche Steigerung hilft, dass man nicht zu viel zu schnell macht.

Ich kenne das schreckliche Aussehen und die Schiefe. Das habe ich nicht in dem Sinne aktiv wie sonst über Seitengänge korrigiert. Hier hilft Physiotherapie sehr gut gegen die Fehlhaltung, so meine Erfahrung. Ich bekam auch Übungen gezeigt, die ich machen konnte vom Boden aus. Unterstützt habe ich auch mit Bioresonanztherapie.

Ich würde einen Sattler anfragen, der Sättel verleiht. So könntest du einen passenden für den Aufbau leihen und dann wieder auf deinen angestammten Sattel wechseln, wenn das Pferd wieder besser bemuskelt ist.


Ah, danke vielmals, ja das mit Intervall, Setzen und steigern leuchtet mir persönlich eben auch ein. Ich erhöhe gemächlich.
Die Osteo hat ihn behandelt, das mit Physio wäre ein Ansatz, mal schauen, ob wir sowas hier haben.
Das mit Sattelverleih klingt gut. Weisst du eine Firma in der Nähe von Graubünden, die sowas macht? Bei uns schenken die Anreisen finanziell gesehen immer so brutal ein, weshalb ich da schon auf die Region achten muss. Auf meinen angestammten Sattel wechsle ich nicht mehr, der hat einen flexiblen Baum, der ist zwar super, aber nicht für mich, Irgendwie werde ich schiefer und schiefer je älter ich werde. Werde meinen Maxflex verkaufen, das steht fest. Mein Pferd und ich blasen ins selbe Horn bezüglich der gleichen Schiefe, das ist ein Dilemma.
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Lusi
Advanced Member



23883 Beiträge

Erstellt  am: 13.01.2020 :  16:50:44 Uhr  Profil anzeigen Sende Lusi eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: noita

Du reitest 1-2std aus? Und auch schon Hügel rauf, runter uund etwas Trab?
Aber dann hast Du doch schon einiges am Aufbau hinter Dir.
Ich würde je nachdem was Du an Übungen machen möchtest, 5-10min richtig Arbeit einbauen. Je nachdem wie belastend es ist für das Bein.
Ebene Fläche ein paar Schritte Seiengänge. Mal durch Stangen durch, Geschicklichkeitsaufgaben. Trab gezielt nicht zu schnelles Tempo. Nicht zu lang im Trab. Machst Du ja schon, nun steigern länger am Stück.
Dadurch das er Weide hatte und es trotzdem gut ist, machst Du ja nicht alzu viel falsch. Ist doch super, wie weit Ihr seit.



So habe ich das noch gar nicht gesehen Merci für die Aufmunterung :)

Ich bin von Anfang an (also nach dem Medikamenten-Kühl-Wärm-Teil natürlich) viermal wöchentlich mit ihm 1-2 Stunden im Schritt ausgeritten ja. Und seit Anfang Dezember etwas Trab (aktuell bis 15 Min in Intervallen) und den Berg hoch und den flachern Bergteil zu Fuss runter. Ganz ganz leichte Seitengänge mache ich, also Renvers, angedeutetes Schulterherein, angedeutete Traversale und etwas spanischer Schritt oder so, aber seine Vorderbeine lasse ich so gerade wie möglich. Ich muss ihn ja irgenwie auf jedem Ritt etwas geraderichten (was ohne Seitengänge nicht geht), sonst wird er NOCH schiefer.

Wie schnell kann ich ächt steigern nun? Also jede Woche zwei Minuten mehr Trab oder so? Ich bin mir da unsicher, ob ich eine Weile den aktuellen Stand besser einfriere oder immer und immer mehr machen soll.

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souhaila
Junior Member



104 Beiträge

Erstellt  am: 13.01.2020 :  17:02:01 Uhr  Profil anzeigen  Besuche souhaila's Homepage Sende souhaila eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Also
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souhaila
Junior Member



104 Beiträge

Erstellt  am: 13.01.2020 :  17:06:47 Uhr  Profil anzeigen  Besuche souhaila's Homepage Sende souhaila eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Ups, sorry

Zweiter Versuch: bei einer Verletzung des Unterstützungsbandes ist eigentlich bergauf Gift und bergab kein Problem . Es unterstützt ja die tiefe Beugesehne und die wird bei maximaler Streckung der Zehe maximal belastet, bei Beugung hingegen entlastet. Wenn er also das Bergauftraining bislang unbeschadet überstanden hat kannst Du problemlos das Bergtraining intensivieren. Ich würde dann alerdings eher flach bergauf und steiler bergab gehen. Hilft auch für die Tragkraft und den runden Popo
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Lusi
Advanced Member



23883 Beiträge

Erstellt  am: 13.01.2020 :  17:19:09 Uhr  Profil anzeigen Sende Lusi eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: souhaila

Ups, sorry

Zweiter Versuch: bei einer Verletzung des Unterstützungsbandes ist eigentlich bergauf Gift und bergab kein Problem . Es unterstützt ja die tiefe Beugesehne und die wird bei maximaler Streckung der Zehe maximal belastet, bei Beugung hingegen entlastet. Wenn er also das Bergauftraining bislang unbeschadet überstanden hat kannst Du problemlos das Bergtraining intensivieren. Ich würde dann alerdings eher flach bergauf und steiler bergab gehen. Hilft auch für die Tragkraft und den runden Popo


Dooof... Habe ich nun was verwechselt? Es war das Teil betroffen, das quasi der Gegenspieler zur Sehne ist. Heisst das ächt anders? Ich kenn mich überhaupt nicht aus mit diesen Dingen. Welches Teil würde dann bergauf vertragen aber nicht bergab? Gibts sowas?
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souhaila
Junior Member



104 Beiträge

Erstellt  am: 13.01.2020 :  17:38:45 Uhr  Profil anzeigen  Besuche souhaila's Homepage Sende souhaila eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Ich würde abwärts vermeiden bei Verletzungen der oberflächlichen Beugesehne und des Fesselträgers, weil die maximal belastet werden, wenn das Gewicht abgefangen wird. Die oberlächliche Beugesehne hat auch ein Unterstützungsband - das ist aber oberhalb des Karpalgelenkes und eigentlich nie verletzt.
Eine Verletzung des Unterstützungsbandes der tiefen Beugesehne zeigt sich meist durch eine Schwellung innen am Röhrbein direkt unterhalb des Karpus - und die ist recht häufig, drum bin ich davon ausgegangen, dass es das bei Euch ist. Ein Gegenspieler zur Sehne ist es aber nicht, sondern einfach ein Band, das von der Sehne zum Knochen zieht und damit quasi passiv eine maximale Streckung des Hufgelenkes vermeidet. Dafür braucht es dann keine Muskelkraft. Gehört zum passiven Stehapparat . Ich hoffe Du kommst draus, aus meinem Geschreibsel
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Lusi
Advanced Member



23883 Beiträge

Erstellt  am: 13.01.2020 :  17:42:02 Uhr  Profil anzeigen Sende Lusi eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: souhaila

Ich würde abwärts vermeiden bei Verletzungen der oberflächlichen Beugesehne und des Fesselträgers, weil die maximal belastet werden, wenn das Gewicht abgefangen wird. Die oberlächliche Beugesehne hat auch ein Unterstützungsband - das ist aber oberhalb des Karpalgelenkes und eigentlich nie verletzt.
Eine Verletzung des Unterstützungsbandes der tiefen Beugesehne zeigt sich meist durch eine Schwellung innen am Röhrbein direkt unterhalb des Karpus - und die ist recht häufig, drum bin ich davon ausgegangen, dass es das bei Euch ist. Ein Gegenspieler zur Sehne ist es aber nicht, sondern einfach ein Band, das von der Sehne zum Knochen zieht und damit quasi passiv eine maximale Streckung des Hufgelenkes vermeidet. Dafür braucht es dann keine Muskelkraft. Gehört zum passiven Stehapparat . Ich hoffe Du kommst draus, aus meinem Geschreibsel


Also die TÄ hat mir erklärt, dass das, was verletzt ist, verhindern soll, dass die Sehne zu arg gedehnt wird. So hab ich das verstanden. Ich bin jetzt rächt unsicher :(


Wenn wir aufwärts gehen, setze ich ihn hinten, er darf sich nicht mit den Vorderhaxen hochziehen. Wenn wir runter gehen, mache ich das Gleiche, langsam gesetzt, so gut wir das schaffen.
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Milaire
Senior Member



1956 Beiträge

Erstellt  am: 14.01.2020 :  07:48:42 Uhr  Profil anzeigen Sende Milaire eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: souhaila

Ups, sorry

Zweiter Versuch: bei einer Verletzung des Unterstützungsbandes ist eigentlich bergauf Gift und bergab kein Problem . Es unterstützt ja die tiefe Beugesehne und die wird bei maximaler Streckung der Zehe maximal belastet, bei Beugung hingegen entlastet. Wenn er also das Bergauftraining bislang unbeschadet überstanden hat kannst Du problemlos das Bergtraining intensivieren. Ich würde dann alerdings eher flach bergauf und steiler bergab gehen. Hilft auch für die Tragkraft und den runden Popo


Mein TA hat mir damals meine Ansicht auch bestätigt, dass bergauf schlimmer ist als bergab.

@lusi: Wie auch immer, absteigen bergrunter hat ja sicher nicht geschadet und berghoch reiten ging in Deinem Fall bisher ja auch gut. Ich würde diesbezüglich sagen, dass Du da die kritische Zeit sicher überstanden hast. Ich bin da bei noita und würde sagen, dass Du doch schon ziemlich weit bist. Mein Pferd wurde bei einer Reizung des Unterstützungsbandes zusammen mit einer Fesselträgerentzündung Anfangs 3 Monate lang pro Tag 30min Schritt bewegt (geführt, nicht geritten!) - ohne Weide. D.h. nie und nimmer war Galopp mitdabei. Nach dem OK des TA gab es 2 Wochen Schritt geritten, anschliessend haben wir von Woche zu Woche die Trabzeiten erhöht. Zuerst halt wirklich nur 200m oder so, die nächste Woche 2-3x 200m, usw. Allerdings habe ich da nie Minuten gestoppt, es ergab sich mehr aus der Situation der Wege. Wichtiger für mich (auch auf Anraten des TA) war zu Anfangs wirklich auf den Boden zu achten. Am liebsten hart und eben. Wann der Galopp dazu kam, kann ich nicht mehr genau sagen. Da habe ich soweit ich mich erinnern kann auch nach Gefühl entschieden und mal kurz angaloppiert, wenn der Boden geeignet schien. Nach knapp 6 Monaten bin ich wieder relativ normal geritten. Das einzige was ich im Auge behalten habe, ist die Vorsicht bei nassen, tiefen Böden. Da meide ich schnellere Gangarten heute eher als früher. Mein Pferd war beim Schaden ca. 18 Jahre alt und ist jetzt 26, wird fast täglich geritten - und das Band hält (auf Holz klopfe!).
Mein Tipp: Du kennst Deinen Moonie ja sehr gut. Vertraue da etwas auf Dein Gefühl, was und wieviel Du verlangen kannst und glaube daran, dass das Band inzwischen hält.
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souhaila
Junior Member



104 Beiträge

Erstellt  am: 14.01.2020 :  09:34:23 Uhr  Profil anzeigen  Besuche souhaila's Homepage Sende souhaila eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Ich bin da bei Milaire: Verunsicherung ist jetzt ganz sicher nicht mehr nötig - es ist ja offensichtlich gut abgeheilt. Ich würde jetzt auch einfach langsam steigern. Und um Dich noch etwas zu beruhigen: Das Unterstützungsband heilt besser als die Beugesehnen. Du kannst also vermutlich damit rechnen, dass es Euch nie wieder behelligen wird
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liberty
Junior Member



353 Beiträge

Erstellt  am: 14.01.2020 :  10:34:21 Uhr  Profil anzeigen Sende liberty eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: souhaila

Ich bin da bei Milaire: Verunsicherung ist jetzt ganz sicher nicht mehr nötig - es ist ja offensichtlich gut abgeheilt. Ich würde jetzt auch einfach langsam steigern. Und um Dich noch etwas zu beruhigen: Das Unterstützungsband heilt besser als die Beugesehnen. Du kannst also vermutlich damit rechnen, dass es Euch nie wieder behelligen wird


Leider nein.... Meistens gibt's am gegenüberliegenden Bein irgendwann ebenfalls Probleme. Mein TA hatte mir dies prophezeit, weshalb dies so ist wusste er auch nicht. Und prompt einige Monate später hatte sie am anderen Vorderbein ebenfalls ein Loch.

Auf jeden Fall würde ich einen Kontrollultraschall machen und dann siehst du ja den Heilungsverlauf.

Betreffend dem Aufbau unter dem Reiter kann ich nichts sagen, da meine da schon Weidepferd war. Leider hat meine nicht den optimalsten Körperbau und Plattfüsse, was zu den Schäden an den Bändern geführt hat.
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souhaila
Junior Member



104 Beiträge

Erstellt  am: 14.01.2020 :  15:37:29 Uhr  Profil anzeigen  Besuche souhaila's Homepage Sende souhaila eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Wenn nach der Heilung des ersten Beines das andere kommt spricht das für 2 Dinge: nämlich das das erste gut verheilt ist (sonst wäre das die erste Schwachstelle gewesen) und dass das Pferd eine Prädisposition für Schäden am Unterstützungsband hat. Und letzteres ist leider nicht so selten, hängt aber massgeblich von der Stabilität des Bindegewebes, dem Gang, der Nutzung und der Fessel- und Hufstellung ab. Prädisponiert sind Pferde mit Riesenübersetzung, weicher Fesselung, langer Zehe, stark auf der Vorhand geritten und hypermobil (schlaffes Bindegewebe). Wann immmer es dann das Vorderbein unter Last weit nach hinten unter den Körper schiebt, kommt eine starke Belastung aufs Unterstützungsband. Das ist zB nach der Landung beim Springen der Fall, aber auch bei vielen Dressurpferden, die mit der Vorhand nicht vom Boden kommen. Und da die Belastung dann auf rein sehnige Strukturen kommt und nicht von Mukkis abgefedert werden kann sind Schäden dann vorprogrammiert. Oft anfangs nur Mikroläsionen, die dann zu einer Degeneration führen, die das Band anfälliger macht.
Bei einem Pferd, das gut auf den Hufen steht, keine Wahnsinnsgänge hat und weder im Springsport noch auf maximalen Übertritt in der Dressur geritten wird sehe ich die Gefahr aber als weit geringer an. Klar, Pech kann man immer haben, aber bei einem grossrahmigen modernen Warmblüter hätte ich definitv ein schlechteres Gefühl als beim kompakten "Klein"-Moonie
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Lusi
Advanced Member



23883 Beiträge

Erstellt  am: 14.01.2020 :  17:07:08 Uhr  Profil anzeigen Sende Lusi eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Milaire
Mein TA hat mir damals meine Ansicht auch bestätigt, dass bergauf schlimmer ist als bergab.

@lusi: Wie auch immer, absteigen bergrunter hat ja sicher nicht geschadet und berghoch reiten ging in Deinem Fall bisher ja auch gut. Ich würde diesbezüglich sagen, dass Du da die kritische Zeit sicher überstanden hast. Ich bin da bei noita und würde sagen, dass Du doch schon ziemlich weit bist. Mein Pferd wurde bei einer Reizung des Unterstützungsbandes zusammen mit einer Fesselträgerentzündung Anfangs 3 Monate lang pro Tag 30min Schritt bewegt (geführt, nicht geritten!) - ohne Weide. D.h. nie und nimmer war Galopp mitdabei. Nach dem OK des TA gab es 2 Wochen Schritt geritten, anschliessend haben wir von Woche zu Woche die Trabzeiten erhöht. Zuerst halt wirklich nur 200m oder so, die nächste Woche 2-3x 200m, usw. Allerdings habe ich da nie Minuten gestoppt, es ergab sich mehr aus der Situation der Wege. Wichtiger für mich (auch auf Anraten des TA) war zu Anfangs wirklich auf den Boden zu achten. Am liebsten hart und eben. Wann der Galopp dazu kam, kann ich nicht mehr genau sagen. Da habe ich soweit ich mich erinnern kann auch nach Gefühl entschieden und mal kurz angaloppiert, wenn der Boden geeignet schien. Nach knapp 6 Monaten bin ich wieder relativ normal geritten. Das einzige was ich im Auge behalten habe, ist die Vorsicht bei nassen, tiefen Böden. Da meide ich schnellere Gangarten heute eher als früher. Mein Pferd war beim Schaden ca. 18 Jahre alt und ist jetzt 26, wird fast täglich geritten - und das Band hält (auf Holz klopfe!).
Mein Tipp: Du kennst Deinen Moonie ja sehr gut. Vertraue da etwas auf Dein Gefühl, was und wieviel Du verlangen kannst und glaube daran, dass das Band inzwischen hält.


Also ich bin jetzt seit Mai Schritt geritten, bis Ende November, da die Heilung gut verlief, scheint das keinesfalls falsch gewesen zu sein. Weide habe ich riskiert, in Herde. Hat auch nicht geschadet. Er ist jetzt auch bals 18 Jahre alt.
Ich achte auch jetzt extrem auf den Boden, sobald es etwas ruppiger wird gehts in versammeltem Schritt, wenn man nicht ausweichen kann. ABer wir haben hier viele gute Böden. Die Muskeln verloren hat er erst ab Oktober, also er ist immer noch besser beisammen als viele PFerde, die "gesund" sind, aber er war immer 1A bemuskelt und ich bin da sehr verwöhnt. Mir abzuraten, ihn zu reiten, erachte ich als falsch, sein Rücken ist nicht mehr, wie er war, aber immer noch sehr gut.

Also ich habe zusammengefasst hinter mir:
- 7 Monate Schritt
- 1.5 Monate etwas Trab, steigernd, wieder mehr versammelnd, etwas minime Seitengänge, kein Galopp, kein schwungvolles Traben, etwas bergauf, etwas bergab.

Wahrscheinlich hast du recht und ich mach am Besten nach Gefühl. Bisher war da nie mehr etwas geschwollen oder gar warm.
Auch wenn eure TÄ anderes gesagt haben: der Verlauf bei Moonie sagt nicht, dass meine TÄ es falsch gesagt hat. Vielleicht gibts da halt auch verschiedene Ansichten. Keine Ahnung.

Merci gell :)
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Lusi
Advanced Member



23883 Beiträge

Erstellt  am: 14.01.2020 :  17:09:36 Uhr  Profil anzeigen Sende Lusi eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: souhaila

Ich bin da bei Milaire: Verunsicherung ist jetzt ganz sicher nicht mehr nötig - es ist ja offensichtlich gut abgeheilt. Ich würde jetzt auch einfach langsam steigern. Und um Dich noch etwas zu beruhigen: Das Unterstützungsband heilt besser als die Beugesehnen. Du kannst also vermutlich damit rechnen, dass es Euch nie wieder behelligen wird

Also der Ultraschall war gut, sehr sehr gut sogar, Anfang November.

Ah danke, ok, das beruhigt mich wirklich. Ich möchte keinen ewigen Patienten, da bin ich dann irgendwann auch ganz egoistisch. Schön wäre, wenn alles gegessen wäre und ich ab Herbst mein altes Pferd zurück hätte.

Dass es evt. langsamer voran ging als bei andern kann sicher mit dem Weidegang zusammenhängen, aber ich habe mich damals entschieden : keine Alp, aber Weidegang, damit er nicht zur Granate wird. Das hat gut geklappt.
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Lusi
Advanced Member



23883 Beiträge

Erstellt  am: 14.01.2020 :  17:11:55 Uhr  Profil anzeigen Sende Lusi eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: liberty



Ich bin da von der pragmatichen Sorte. Aus meinem Umfeld ging es niemandem so, dass es am andern Bein zu Problemen kam. Wenn es denn so kommt, dann ist es so. Dann schauen wir weiter.
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