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kayuko
Average Member



553 Beiträge

Erstellt am: 12.07.2020 :  09:27:45 Uhr  Profil anzeigen Sende kayuko eine private Nachricht  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen

Seit einem Unfall beim Verladen letztes Jahr geht mein Pferd verständlicherweise nicht mehr in den Anhänger, den sie schon vorher nicht so wahnsinnig toll fand.
Da ich selber weder Zugfahrzeug noch Anhänger besitze, kann ich auch nicht so regelmässig üben, wie es nötig wäre.
Auf die Rampe geht sie. Das Problem ist das Hineingehen in den Anhänger.
Jetzt habe ich überlegt, ob ich das Hineingehen in einen engen Raum nicht anders simulieren könnte und bin dabei auf Gartenpavillons gekommen. Dort könnte man die Seiten einzeln verschliessen und ich könnte sie recht einfach auf- und abbauen.
Was meint ihr? Könnte das als Vorbereitung fürs Anhängertraining etwas bringen?
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Malopolska
Senior Member



1350 Beiträge

Erstellt  am: 12.07.2020 :  10:52:21 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Malopolska's Homepage Sende Malopolska eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Wenn Sie jetzt generell Probleme mit engen Räumen hat, kann das ein Anfang sein.
Wenn sie aber ausschliesslich vom Hängerfahren angst hat, bringt das meines Erachtens nichts.
Ein Pferd kann sehr gut zwischen einem engen Pavillon und einem Transporter unterscheiden, und sich auch gut vorstellen was darin passieren kann und was nicht.

Ich empfehle Dir für eine Traumebewältigung einen darin erfahrenen, guten(!) mentalen Coach.
"Horsemanship-Methoden" helfen hier meiner Erfahrung nach kaum.
Im Gegenteil! Zuviel Druck kann schnell dazu führen, dass das Trauma weiter gefestigt wird!


Wenn dein Pferd nur funktionieren soll, lass die Finger davon und kauf dir ein Motorrad!
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kayuko
Average Member



553 Beiträge

Erstellt  am: 12.07.2020 :  11:14:04 Uhr  Profil anzeigen Sende kayuko eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Ich habe nicht den Eindruck, dass das Fahren an sich das Problem ist. Der Unfall ist beim Verladen passiert. Wir waren am Schliessen der Klappe, sie hat sich aus irgendeinem Grund erschreckt, hat nach hinten gezogen, ist mit der Kruppe unter die Stange geraten und unter der Stange durch rückwärts aus dem Hänger raus. Zum Glück hat sie sich bis auf Schürfungen und Prellungen nicht weiter verletzt.
Verladen mussten wir sie schliesslich sediert, weil wir keine Wahl hatten und sie fahren musste.
Im Selbstfahrer fährt sie ruhig und entspannt. Da war bis zum Unfall das Einsteigen auch nie ein Problem.
Sie hat generell Mühe mit engen Durchgängen oder zum Beispiel Ställen mit niedrigen Decken und fühlt sich angebunden nicht wirklich wohl.
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Lusi
Advanced Member



23847 Beiträge

Erstellt  am: 12.07.2020 :  11:18:57 Uhr  Profil anzeigen Sende Lusi eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Ich würde sowas üben mit einem Anhänger, wo man alles rausnimmt und den Vorderausstieg öffnet. Einfach durchgehen, bis das flutscht, am besten einem andern Pferd nach, dem sie vertraut (Herdenboss z.B.).
Pferde haben ja sowieso eine angeborene Platzangst, die gilt es zu überwinden. Mit vorne offen und dort rausgehen funktioniert das meistens als ersten Schritt.
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kayuko
Average Member



553 Beiträge

Erstellt  am: 12.07.2020 :  11:30:54 Uhr  Profil anzeigen Sende kayuko eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Wie oben geschrieben, habe ich selber keinen Anhänger und die zwei, die ich für begrenzte Zeit leihen könnte, sind ganz normale Doppelhänger ohne die Möglichkeit eines Vorderausstiegs. Wenn ich einen Anhänger zur freien Verfügung hätte, so lange es halt dauert, dann würde ich selbstverständlich damit üben. Nur habe ich das eben nicht und daher der Gedanke als Vorbereitung die engen Räume anders zu trainieren. Dass sie, nur weil sie zum Beispiel problemlos in ein Gartenpavillon geht, nicht einfach so begeistert in den Anhänger steigt, ist mir auch klar.
Anderes Pferd vorausgehen lassen, haben wir schon versucht. Interessiert sie nicht. Auch bei anderen Situationen. Das funktioniert nur, wenn sie auch geführt mit mir mitgeht.

Bearbeitet von: kayuko am: 12.07.2020 11:41:57 Uhr
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Malopolska
Senior Member



1350 Beiträge

Erstellt  am: 12.07.2020 :  12:28:32 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Malopolska's Homepage Sende Malopolska eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Es wird Dir leider nichts anderes übrig bleiben, als für die Problembewältigung einen Anhänger entsprechend lange zu organisieren.

Wie Lusi schreibt, wäre natürlich einer mit Frontausstieg für den Anfang ideal.
Die "Hauptprüfung" wird aber bei der Hängerart sein, mit welcher der Vorfall war.

PS: Auch bei Hängern mit Frontausstieg muss man bei Angstzuständen sehr aufpassen!
Wenn vorne unkontrollier offen ist, kann es passieren, dass das Pferd in Panik dort hinaus stürmen will und alles was im Weg ist überrennt!
Die Frontrampe kann dann auch für den Menschen zu einer Unfall-Falle werden.

Damit das Pferd etwas den Schrecken an der Enge verliert, kann es helfen einen Hänger (am besten mit Frontausstieg) mehrere Tage auf den Paddock oder die Weide zu stellen und einen Haufen Heu rein zu legen.
So kann sich das Pferd in Ruhe damit auseinandersetzen und durch Selbstbelohnung lernen.


Wenn dein Pferd nur funktionieren soll, lass die Finger davon und kauf dir ein Motorrad!

Bearbeitet von: Malopolska am: 12.07.2020 12:42:34 Uhr
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kayuko
Average Member



553 Beiträge

Erstellt  am: 12.07.2020 :  12:37:36 Uhr  Profil anzeigen Sende kayuko eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Das ist schon klar. Es geht hier aber um die Vorbereitung für das Training mit dem Anhänger. Wenn das Pferd ein Problem damit hat, die Rampe zu betreten, weil es Angst vor dem Klang und dem etwas wackligen Boden hat, kann ich ja auch klein mit Brettern am Boden zum Üben anfangen. Das heisst nicht, dass nicht irgendwann als weiterer Schritt dann effektiv die Rampe beim Anhänger kommt.
Wir reden hier von einem Pferd, das lieber durstet, als auch nur einen Huf in den Regen zu setzen und lieber im Hochsommerliche in der prallen Sonne auf einem Merggelpaddock stehen bleibt, als auch nur einen Schritt freiwillig in den kühleren Stall mit Futter und Wasser zu setzen, weil ihr der Stall nicht gepasst hat. Mal abgesehen davon, dass sich ein Hänger kaum auf den Hangweiden, die wir hier haben, sicher abstellen lässt.

Bearbeitet von: kayuko am: 12.07.2020 12:51:54 Uhr
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Malopolska
Senior Member



1350 Beiträge

Erstellt  am: 12.07.2020 :  12:53:37 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Malopolska's Homepage Sende Malopolska eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Klar kannst Du Deinem Pferd auf andere Art helfen, seine generelle Angst vor Engpässen abzubauen.
Und zwar, indem Du sie als vertrauensvolle Führerin vermehrt durch alle möglichen Engpässe geduldig begleitest und sie auch bei den kleinsten Versuchen lobst.
Für das brauchst Du keinen Gartenpavillon, sondern nur Selbstbewusstsein, Vertrauen und alle möglichen Engpässe, welche die Natur und Stallumgebung bieten.


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kayuko
Average Member



553 Beiträge

Erstellt  am: 12.07.2020 :  13:04:47 Uhr  Profil anzeigen Sende kayuko eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Natürliche Engpässe sind kein Problem. Engpässe oder enge Räumlichkeiten haben wir im Stall nicht. Ausser ich versuche mein Pferd in die Sattelkammer zu führen. Sonst würde ich mir garantiert keine Gedanken um Alternativen zum Üben machen.
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Lusi
Advanced Member



23847 Beiträge

Erstellt  am: 12.07.2020 :  15:56:50 Uhr  Profil anzeigen Sende Lusi eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Ich sehe auch das Mieten eines Hängers mit Frontausstieg.
Manchmal muss man etwas mehr investieren um ein Problem zu lösen.
Engpässe aller Art gibts ja überall, aber die sind deiner Meinung nach ja nicht das Problem. Also beantwortest du die Frage selber: es braucht einen geeigneten Hänger. Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Glück zur Lösung dieses Problems.
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juan
Average Member



666 Beiträge

Erstellt  am: 12.07.2020 :  16:55:36 Uhr  Profil anzeigen Sende juan eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Kannst du einen Engpass mit Quaderballen o.ä. simulieren? Ich meine das mal bei Linda Tellington Jones gesehen zu haben, die genau das als Vorarbeit für den Hänger geübt hat. Vielleicht findest du was dazu im Netz.
Gartenpavillons finde ich persönlich meist zu niedrig, flatterig und instabil. Vor allem die günstigen. Ich hätte da Bedenken, mir mit so einem Ding noch mehr Probleme einzuhandeln.
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kayuko
Average Member



553 Beiträge

Erstellt  am: 12.07.2020 :  17:21:28 Uhr  Profil anzeigen Sende kayuko eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Leider haben wir keine Ballen im Stall, da die Pferde auf Pellets stehen, aber ich werde da mal googeln. Vielleicht findet sich eine gute Alternative.
Das Hauptproblem ist, denke ich, auch nicht die Begrenzung links und rechts, sondern zusätzlich eben noch gegen vorne und oben.
Aber danke für den Hinweis mit dem flattrig.
Wenn es dann wieder ganz konkret ans Verladen geht, ist geplant, dass ich einen Profi beiziehe. Deshalb möchte ich sie aber, so gut es eben geht, vorbereiten.
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BiancaM
Starting Member



27 Beiträge

Erstellt  am: 14.07.2020 :  11:04:35 Uhr  Profil anzeigen  Besuche BiancaM's Homepage Sende BiancaM eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Es gibt diverse Möglichkeiten, das Verladetraining aufzubauen. Bei Interesse schauen Sie sich doch einmal meine HP an (www.akupressur-pferdundhund.ch) und werfen einen Blick ins Gästebuch; vor allem auf den Beitrag von Claudia mit Choucho (auch Didi)... er war von x-Versuchen von Aussenstehenden und Besserwissenden so traumatisiert, dass er gar nicht mehr einsteigen wollte...

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Zueri123
New Member



76 Beiträge

Erstellt  am: 15.07.2020 :  06:15:02 Uhr  Profil anzeigen Sende Zueri123 eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Meine ist vorletztes Jahr ebenfalls beim einladen ähnlich gestürzt (rückwärts überschlagend die Rampe runter). Hängerfahren war eh nie so ihr Hobby und danach hatten wir echt Mühe. Ich hab dann mit einer Trainerin geübt einmal, das war ziemlich gut weil sie einfach mehr Ruhe ausstrahlen konnte und meinem Pferd gezeigt hat dass nichts passiert, auch wenn der Hänger mal wackelt oder so. Danach habe ich viel alleine geübt, immer mit viel Ruhe, Lob und Guezlil. Inzwischen steigt sie wieder tipptopp ein, nur wenn mal viel Ablenkung da ist braucht sie etwas Zeit.

An deiner Stelle würde ich versuchen mit jemand professionellem zu üben einmal und danach viel selber zu üben. Man kann manche Hänger auch so befestigen, dass man kein Zugfahrzeug vornedran braucht. Intelligente Pferde können meiner Ansicht nach ganz klar unterscheiden zwischen Hänger und sonstigem Engpass. Sie schätzen das Risiko bei einem Hänger völlig zu Recht höher ein und wissen das einiges passieren kann beim fahren, Das einzige was hilft ist Vertrauen und Gewöhnung durch Wiederholung,
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Ghostelienchen
Starting Member



37 Beiträge

Erstellt  am: 15.07.2020 :  19:33:30 Uhr  Profil anzeigen Sende Ghostelienchen eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Hi
Ich denke schon, dass es hilft verschiedene ähnliche "Schreckhindernisse" zu üben. Einen Engpass kann auch mit Hindernisständern und Stangen/planen gebaut werden. So können sie Seitenwände langsam erhöht werden. Auch das laufen über verschiedene Untergründe (Holzplatte) kann helfen sich auf den Hänger vorzubereiten. Wenn alles klappt kannst du aller kombinieren. Ich würde am Anfang sicher schauen, dass nichts flattert und mich dann zum Pavillon "hocharbeiten". Wir hatten schon so ein Ding fürs Horse agility. Hat prima funktioniert. Wir hatten ihn aber am Reitplatzzaun festgemacht

Jede überstandene "Gefahr" wird euch zusammen schweissen. Wenn du deinem Pferd 20 mal bewiesen hast, das nichts passier lässt es sich dann auch beim 21.mal eher überzeugen. Wie du schon geschrieben hast natürlich mit professioneller Betreuung.

Bearbeitet von: Ghostelienchen am: 15.07.2020 19:34:32 Uhr
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