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Bellinda
Advanced Member



2768 Beiträge

Erstellt am: 08.05.2020 :  10:36:54 Uhr  Profil anzeigen Sende Bellinda eine private Nachricht  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen
Bei einem meiner Ponys besteht der Verdacht auf Mondblindheit. Ich habe so einiges hier nachgelesen und habe ein paar Fragen.

Wie lange kann ich rechnen bis eine OP / Entfernung des Auges anfällt?
Ist man inzwischen weiter was die Behandlung angeht und das Auge zu retten.

Wie ist es mit den anderen Pferden können sich diese anstecken?

Mir ist klar das jeder Verlauf anders ist, aber ich möchte gerne wissen wie lange wir noch mit dem Pony haben.

Wie gesagt es ist eine verdachtsdiagnose, Hornhaut ist intakt. Was könnte es sonst sein anstelle von Mondblindheit? Gibt es was mit Ähnliches womit es verwechselt werden könnte?
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Piezke
Junior Member



158 Beiträge

Erstellt  am: 08.05.2020 :  13:45:07 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Piezke's Homepage Sende Piezke eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Mein Pony hatte einen sehr starken Verlauf. Im August 2016 erkrankte Ginny am rechten Auge. Die Entzündung liess sich nicht stoppen und bereitete Ihr trotz starken Medikamenten Schmerzen. Anfang Januar liessen wir das Auge entfernen. Ginny gewöhnte sich schnell und problemlos an ihre Behinderung. Sie lief mit den Reitkindern in allen Gangarten auf dem Platz, sprang kleine Parcours und war weiterhin ein sicheres Geländepony. Sie nahm auch an Turnieren inkl. Ponyrennen teil. Leider erkrankte zwei Jahre später das zweite Auge mit dem gleichen heftigen Verlauf. Schweren Herzen liessen wir dieses Ausnahmepony im Februar 2019 einschläfern.
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Bellinda
Advanced Member



2768 Beiträge

Erstellt  am: 08.05.2020 :  13:53:34 Uhr  Profil anzeigen Sende Bellinda eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Danke für Deinen Bericht.
Mein Pony hat, so weit wir das beurteilen können, keine Schmerzen. Das lässt hoffen.

Aber es scheint relativ schnell zu gehen bis man das Auge raus nehmen muss
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smmey
Junior Member



299 Beiträge

Erstellt  am: 08.05.2020 :  18:35:12 Uhr  Profil anzeigen Sende smmey eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Bei einer meiner Stuten wurde mit 6-jährig Mondblindheit (Periodische Augenentzündung) am rechten Auge diagnostiziert. Verursacht kann diese durch Leptospyren verursacht werden, welche von Mäusen über den Urin ausgeschieden werden. Mondblindheit überträgt sich nicht von Pferd zu Pferd.
Meiner Stute wurde am Unispital ZH ein Cyclosporinimplantat ins rechte Auge eingesetzt. Die Entzündungen stoppten, die Stute sah zwar auf diesem Auge etwas weniger gut, aber das Sehvermögen blieb stabil und wir hatten sechs Jahre lang Ruhe. Danach wurde das Implantat nach einem plötzlichen Schub erneuert. Das Resultat war nicht mehr ganz so gut wie beim ersten Mal, ab und zu tränt das Auge und wird jeweils für ein paar Tage mit Maxitrol behandelt. Soweit haben wir das im Griff, aber mittlerweile sieht die Stute auf dem rechten Auge gar nichts mehr. Sie kommt jedoch gut damit zurecht, sie ist mittlerweile 18-jährig.
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Bellinda
Advanced Member



2768 Beiträge

Erstellt  am: 08.05.2020 :  19:20:12 Uhr  Profil anzeigen Sende Bellinda eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
@smmey: Danke für Deine Erfahrung
Wird dieses Implantat nur in der Klinik eingesetzt oder könnte dies auch im Stall gemacht werden?


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Svalur
Advanced Member



2779 Beiträge

Erstellt  am: 09.05.2020 :  10:19:38 Uhr  Profil anzeigen Sende Svalur eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Ich hab einen nun 26j. Isländer. Mit 6j. ist er an Mondblindheit erkrankt. 1.TA hatte nichts bemerkt, der 2. TA stellte fest, dass die Pupille nur noch ein Strich war. Tierspital ZH meinte, man müsse ca 1 Jahr abwarten, um festzustellen, dass es Mondblindheit ist. Die Entzündung konnte grad gestoppt werden. Dann bin ich nach München gefahren. Da gibts oder gab`s einen TA, der dies operieren konnte. Da wird das verseuchte Kammerwasser "ausgewechselt". Das 2. Auge wurde auf Leptospiren geprüft. Schon nach 4 Tagen konnte ich ihn nach Hause nehmen. Sogar den Sehspalt konnten sie fast ganz öffnen. Man merkte ihm nie was an, auch nicht nach 20 Jahren.
Ich würde diese OP immer machen, aber auch nach all diesen Jahren nur in München. Ob ZH den anbietet, weiss ich nicht.
Die OP wo ein Entzündungshemmer eingesetzt wird, ist für mich nicht genügend, es bleibt eine Symptombehandlung.
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smmey
Junior Member



299 Beiträge

Erstellt  am: 10.05.2020 :  12:30:02 Uhr  Profil anzeigen Sende smmey eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Svalur, bei meiner Stute war der Prozss schon zu weit fortgeschritten, um das Kammerwasser austauschen zu lassen, mir wäre das auch lieber gewesen. Damals, als ich meine Stute behandeln liess, gab es in ZH auch beide OPs. War wohl "nach" deiner Zeit.(2008/9). Ich vertraute der Meinung der Chefophthalmologen (Dr. Spiess), man hätte anderenfalls das Auge wohl entfernen müssen.
Ja, Bellinda, man kann dies OP nicht ambulant machen, dafür muss dein Pferd in die Klinik.
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Svalur
Advanced Member



2779 Beiträge

Erstellt  am: 10.05.2020 :  16:39:34 Uhr  Profil anzeigen Sende Svalur eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Damals war auch Dr. Spiess zuständig, hat ihn aber nicht sehr interessiert. Zürich hat diese OP nur ganz kurz angeboten.
Mich erstaunt, dass die Mondblindheit schon "zuweit fortgeschritten" sein kann. Denn eine Augenentzündung kann man erkennen, und gleich mal behandeln. Dh.der TA müsste eben bei der 2. oder 3. Entzündung erkennen, dass dies nicht mehr normal ist.

Unter "period. Augenentzündung" hat es von der Uni München einen sehr interessanten Bericht.

Bearbeitet von: Svalur am: 10.05.2020 16:45:59 Uhr
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Karima
Advanced Member



3230 Beiträge

Erstellt  am: 10.05.2020 :  18:52:36 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Karima's Homepage Sende Karima eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Ich hatte mal, in einem anderen Augenfall, via Niederlenz mit Stefan Gsell von München zu tun und kann ihn als Augenspezialisten, auch als Zweitmeinung, sehr empfehlen!

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Bellinda
Advanced Member



2768 Beiträge

Erstellt  am: 11.05.2020 :  08:12:39 Uhr  Profil anzeigen Sende Bellinda eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Danke Euch allen für Eure Erfahrungen.

Noch eine Frage wie kann getestet werden bezüglich den vorhandenen Leptospieren? Ist das ein Abstrich vom Auge oder aufwändiger?
Ich frage weil selbst ein einfacher untersuch nur unter stark überdosierter Sedation einigermassen möglich ist und da muss gut überlegt werden was gemacht wird und was nicht
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Svalur
Advanced Member



2779 Beiträge

Erstellt  am: 11.05.2020 :  12:15:12 Uhr  Profil anzeigen Sende Svalur eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Deine Frage kann auch im besagten Artikel beantwortet werden.
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Sami13
Advanced Member



2167 Beiträge

Erstellt  am: 18.05.2020 :  20:02:03 Uhr  Profil anzeigen Sende Sami13 eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Habe zuhause einmal Glaukom (vermutlich durch Mondblindheit) und einmal Katarakt (auf der Alp passiert, ich tippe auf Schlag/Verletzung). Beide male hatte ich Frau Dr Silvia Stadler, die meine Pferde gut untersuchte. Bei keinem der beiden stand eine OP zur Diskussion. Es leben beide gut damit. Ausser beim Glaukom, da gabs vor 2 Jahren eine Linsenablösung, das hab ich aber nach Rat von Fr Stadler behandelt und es ist wieder gut gekommen.
Eine Kollegin von mir hat bei ihrem Pferd (Mondblind) das Augenwasser wechseln lassen. Er hatte danach nichts mehr. Aber wie da die Umstände waren, weiss ich nicht. Ist halt bei jedem Pferd, jeder Blindheit anders.
Würde aber empfehlen, nicht einen allgemeinen TA kommen zu lassen, sondern einen Ophtalmologen, die sind spezialisiert.

Huforthopädie -> www.liath.ch
Im Raum AG, ZH, ZG, LU, SO, BE (teilw)...
:)
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noita
Advanced Member



3146 Beiträge

Erstellt  am: 19.05.2020 :  20:25:04 Uhr  Profil anzeigen Sende noita eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Zitat:
Ist halt bei jedem Pferd, jeder Blindheit anders.
Würde aber empfehlen, nicht einen allgemeinen TA kommen zu lassen, sondern einen Ophtalmologen, die sind spezialisiert.


Unbedingt!! Es kann sein das das Thema auf einmal ganz klar ist schreiben...


Zum Thema OP im Stall. Kleine Eingriffe gehen schon, aaaaber es ist halt nicht so sauber, das Pferd unruhig, der Besi kann er gut mithelfen...?
Ich hatte einen kl Eingriff im Stall aber bei grossen geht es nicht. Der Grund ist einfach, wenn das Pferd abfliegen muss Voll Narkose braucht wird es kaum ein TA im Stall machen. Evtl wenn Besi auch TA ist mit Erfahrung...?
Es ist nicht so einfach.
Und wenn OP im Stall nicht möglich, Pferd eine grössere Sedierung schon nicht mehr gut wegstecken wird.... Dann kann man nur noch Schmerzen nehmen, abwarten.

Warum möchtest Du es zu Hause machen? Hast Du das Gefühl dein Pferd wird das zu viel sein und es schafft es nicht?
Mondblindheit kann gute Erfolge nach OP haben. Aber dringend Facharzt vorstellen.
Ich hatte das Glück, das ich ei ein TA hatte der in den Stall kam.
Aber dies ist nicht normal, nur Ausnahme. Bei besonderen Fällen kann es evtl klappen.

Ich hoffe Du findest den richtigen Weg für Euch. Augenkrankheiten sind so mies kann da etliche Seiten voll

Ich mag unrecht haben und Du magst recht haben; und wenn wir uns bemühen,
dann können wir zusammen vielleicht der Wahrheit etwas näher kommen.
(Karl Popper, 1902 – 1994)
Übrigens...: "Es kommt nicht darauf an, wer regiert, solange man die Regierung ohne Blutvergießen loswerden kann."
(Karl Popper, 1902 – 1994)
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Bellinda
Advanced Member



2768 Beiträge

Erstellt  am: 20.05.2020 :  05:53:17 Uhr  Profil anzeigen Sende Bellinda eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
@noita Danke für deine Erfahrung

Wir haben uns entschieden nicht in eine Klinik zu fahren mit diesem Pony. Wir werden es zuhause so gut es geh ( und das Pony zulässt) behandeln.

Der Grund warum keine Klinik:
Das Pony lässt sich von genau 3 Menschen anfassen ( von mir, meinem Sohn und der Hufpflegerin) ich habe jahrelang mit ihr gearbeitet um das zu erreichen und dieses Vertrauen würde mit einem Klinik Aufenthalt zerstört werden. Zudem würde das Pony alleine in einer fremden Boxe durchdrehen, selbst wenn daneben noch ein Pferd stehen würde ohne ihren Kumpel geht nichts.
Eine spezielle Persönlichkeit, aber genau deswegen lieben wir sie
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Svalur
Advanced Member



2779 Beiträge

Erstellt  am: 20.05.2020 :  08:56:57 Uhr  Profil anzeigen Sende Svalur eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Deine Sorgen und Bedenken kann ich verstehen. Anscheinend hast Du auch keinen TA, der an das Pony kann.
Ich kenne einige Besitzer die ihre Pferde mit Entzündungshemmern behandelt hatten. Wenn dann die Entzündung gestoppt war, setzten sie die Augensalbe ab. Aber das bedingt, dass man das Pferd tägl. auf Augenentzündung kontrolliert. Das kann schwierig werden. Zudem ist so eine Entzündung unbehandelt sehr schmerzhaft.

Ob das dann noch dem Tier gegenüber vertretbar ist?

Ich wünsche Dir dass Du Dein Pony mit Erfolg behandeln kannst.
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Bellinda
Advanced Member



2768 Beiträge

Erstellt  am: 20.05.2020 :  09:31:00 Uhr  Profil anzeigen Sende Bellinda eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
@ svalur: der TA kann das Pony Impfen, das geht problemlos. Mehr war bisher nicht nötig. Ich werde aber daran arbeiten, vielleicht geht es nächstes mal besser.

Bis jetzt kann ich sie gut behandeln und es geht dem Pony gut. Die Entzündung ist weg und das Pony schmerzfrei. Jetzt behandle ich das Pony mithilfe meines Naturheilpraktikers damit wir die Krankheit möglichst lange in Schacht halten können.

Ich kann aber Eure bedenken verstehen und mit einem anderen Pony würde ich anders entscheiden
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Svalur
Advanced Member



2779 Beiträge

Erstellt  am: 20.05.2020 :  15:59:04 Uhr  Profil anzeigen Sende Svalur eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Ich bin überzeugt, dass Du es so richtig wie möglich machst.
Ich kenne eine Islandpferdestute, die sich nicht mal vom Osteopathen so richtig behandeln liess, obwohl der sehr viel Geduld hatte. TA war fast unmöglich. Sie bekam Zahnbehandlung erst im Alter von 28 Jahren, und die war auch nur zur Hälfte möglich. Sedieren dafür ging gar nicht.

Bearbeitet von: Svalur am: 20.05.2020 15:59:44 Uhr
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