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 Was tun gegen Panik vor Kühen?
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Karima
Advanced Member



3255 Beiträge

Erstellt am: 24.09.2019 :  09:34:01 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Karima's Homepage Sende Karima eine private Nachricht  Antwort mit Zitat
Hat jemand eine Idee, Erfahrungen, Tipps und Tricks?

Seit Anfang Juni habe ich nun ein 8J Holsteinertier, seit ca. 1 Jahr in der Schweiz und ursprünglich aus DE.
Sie steht in einem Pensionsstall auf einem Bauernhof, mit Kühen auf dem Hof.
Eingermassen typisch für ein deutsches Pferd ist sie nicht die einfachste zum ausreiten, da sie es wohl einfach zu wenig kennt. Sie ist sonst nicht die einfachste im Umgang, aber wir haben schon vieles geklärt, und andere Themen sind in Bearbeitung :)
Sie hat absolute Panik vor Kühen. Wenn sie im Stall sind, können wir eingermassen friedlich dran vorbeilaufen. Wohl ist ihr dabei noch lange nicht.
Ausreiten, spazieren sind eine Tortur - sobald auch nur in 1-2km Entfernung Kühe (auch Geissli sind ein Thema) sind, gerät sie in Panik und ist unansprechbar. Zu Fuss muss ich mich mit Händen und Füssen wehren und gut festhalten das sie nicht abgeht (BA auf dem Platz funktioniert einwandfrei). Beritten gibts ein ganzes Programm von losreissen, steigen, Rückwärtsrennen, Wendungen. Meistens kommen wir dann doch dran vorbei, aber es ist eine riesen Tortur. Gross Druck machen kann ich nicht, je mehr desto heftiger reagiert sie.
Auf dem Platz reiten mit Kühen auf der Weide ist ebenfalls abenteuerlich, ich muss mich gut festhalten.
Ich kann sie nicht mit den Kühen auf die Weide stellen da sie rausspringen würde. Wenn sie auf der Weide ist und die Kühe ebenso (zb. nebendran oder weiter weg) drängt sie sich in den hintersten Ecken weg von den Kühen.
Rindli, die noch auf uns zu kommen oder mitlaufen sind am allerschlimmsten.
Ich bin nicht ein riesen Angsthase und reite ja schon lange im Gelände aber es ist stellenweise ziemlich gefährlich. Im Winter kann ich so nicht raus.
Traktor, Velo, Inliner, Hund, durchstartende Enten im Bach sind alles kein Problem.
Hilfe! Bin mit meinem Latein etwas am Ende was ich noch probieren kann.

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Key
Senior Member



1984 Beiträge

Erstellt  am: 24.09.2019 :  09:53:38 Uhr  Profil anzeigen Sende Key eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Mein Deutscher war ähnlich, der hatte Panik vor Kühen und Schafen!
Die am Hof hat er rel. schnell akzeptiert, wobei am Anbindeplatz am Anfang ein paar Stricke kaputt gingen. Er war nicht ganz so schlimm drauf wie deiner, dafür ist er zu faul. Aber Piaffieren, Steigen und versuchen umzudrehen waren sein Program.

Wir haben bei uns auf der Weide angefangen Kühe zu verfolgen. Links und rechts von ihm ein ruhiges Pferd, und dann sind die anderen 2 geritten und ich in der Mitte und so sind wir einfach den Kühen nachgelaufen. Mit der Zeit hat er es ziemlich lustig gefunden Kühe zu treiben. Später haben wir das dann alleine gemacht.

Dann beim Ausreiten, immer ein Begleitpferd auf der Seite der Kühe und später dann auch draussen ohne Begleitpferd.

Das AHA Erlebnis haben meine Ponys wenn sie von Dingen Angst haben, wenn wir das Böse Ding verfolgen können. Kühe treiben, Traktoren Treiben usw. Sobald sie das Ungeheuer verfolgen können, ist es irgendwie weniger schlimm.
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scheyni
Senior Member



1616 Beiträge

Erstellt  am: 24.09.2019 :  10:09:27 Uhr  Profil anzeigen Sende scheyni eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Einfach mal so eine Idee:
es gibt ja immer wieder diese Rinderkurse. Evtl. kannst du einen Trainer buchen, der einfach mal EIN Rind mitbringt? (wegen dem rausspringen natürlich in einer Halle). Und dann einfach mal mit ihr warten und mit viel Ruhe schauen, ob du sie bis an das Rindli bringst. Danach auch nach dem Motto wie "Key" schreibt:
Zitat:
Das AHA Erlebnis haben meine Ponys wenn sie von Dingen Angst haben, wenn wir das Böse Ding verfolgen können. Kühe treiben, Traktoren Treiben usw. Sobald sie das Ungeheuer verfolgen können, ist es irgendwie weniger schlimm

Mit dieser Taktit hatten wir damals mit Colline gute Erfolge in Bezug auf die Angst vor Traktoren.
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Zueri123
New Member



79 Beiträge

Erstellt  am: 24.09.2019 :  10:21:11 Uhr  Profil anzeigen Sende Zueri123 eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Da die Kühe direkt bei euch am Hof sind würde ich auch dort trainieren. Wenn das geht würde ich sie mit einem Kumpel erst mal auf die Weide/Paddock stellen bei dem in weiter Ferne Kühe zu sehen sind. Wenn das gut geht mal eine Weide näher ranrücken. Bei uns standen im Frühling die Kühe direkt neben den Pferden, das gab natürlich anfangs das grosse Gerenne und nach 30min war gut, Pferde grasen, Kühe auch. Mit der Zeit wurde sich dann auch näher an die Kühe rangetraut, das dauert aber. Ich würde sie nur noch dorthin stellen, die Lust nach Gras wird sie dann schon überzeugen auch mal zu fressen.

Kühe oder allgemein gruseliges verfolgen finde ich auch immer gut. Werden die Kühe bei euch mal reingetrieben von der Weide in den Stall? Frag doch mal, dann kannst du mit deinem Pferd hinterhergehen(erst mal mit genug Abstand ;)). Ein Kumpel der keine Angst hat und näher an den Kühen vorbeigeht hilft da bestimmt auch.

Ich würde draussen wohl erst mal versuchen den Kühen so gut es geht auszuweichen, bis das wenigstens bei euch am Stall etwas besser geworden ist. Draussen ist das einfach mega gefährlich wenn sie so unberechenbar wird.
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Lusi
Advanced Member



23883 Beiträge

Erstellt  am: 24.09.2019 :  17:19:09 Uhr  Profil anzeigen Sende Lusi eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Ich habe nicht alles gelesen, würde aber das Pferd mit den Kühen auf die Weide stellen.

Was sie würde und so weiter würde ich mal nicht voraussehen, sondern einfach mal machen. Halt noch mit einem andern Pferd oder so. Mit einem eiiiinigermassen gescheiten Zaun natürlich.

Bearbeitet von: Lusi am: 24.09.2019 17:20:14 Uhr
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Tim und Wili
Senior Member



1508 Beiträge

Erstellt  am: 24.09.2019 :  20:14:03 Uhr  Profil anzeigen Sende Tim und Wili eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Auf keinen Fall mit den Kühen auf die Weide stellen, das kann ganz böse enden! Meine Stute ist auf dem Bauernhof mit Kühen aufgewachsen und hatte trotzdem riesen Panik vor Kühen, Schafen und Ziegen.

Es braucht lange und wahrscheinlich geht die Panik auch nie ganz weg. Bei meiner Stute hat es geholfen sie immer wieder mit den Kühen, etc. zu konfrontieren. Wenn es mal nicht so gut geht ,habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, unsere gewohnten Muster zu durchbrechen.

Spielt es bei deinem Pferd eine Rolle, ob die Tiere Glocken anhaben und es bimmelt? Das ist bei meiner ebenfalls problematisch.

Keine Stunde im Leben die man im Sattel verbringt ist verloren.

Bearbeitet von: Tim und Wili am: 24.09.2019 20:17:58 Uhr
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asheer
Average Member



963 Beiträge

Erstellt  am: 24.09.2019 :  20:24:39 Uhr  Profil anzeigen Sende asheer eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Ich kenne das, haben gerade das gleiche mit unserem deutschen Pferd hinter uns. Mmn. Hilft nur positive Konfrontation. So weit hingehen, wie er nicht kehren möchte, jeden Tag ein wenig näher und auch mal eine Zeit lang stehen bleiben.
VIIIIEL loben und auch einmal Jmd. mitnehmen, der zu den Kühen hingeht mit einem ruhigen Pferd, damit er sieht, dass nichts passiert beim Hallo sagen. Wir können unterdessen auch alleine daran vorbeireiten, nur wenn die Kälbchen rumhüpfen oder zu uns hin Rennen braucht es manchmal noch ein wenig Überzeugung vom Reiter. Das kommt schon:)


Take a look in your horses eyes, and you'll see your own soul
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Struppi03
Junior Member



101 Beiträge

Erstellt  am: 24.09.2019 :  21:26:28 Uhr  Profil anzeigen Sende Struppi03 eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Meine Kollegin hat auch so ein Problem.
Sie hat verschiedenes probiert und mit einer Energietherapeutin gearbeitet. Es ist in der Zwischenzeit auch recht gut geworden.

Zusammen auf die weide, davon würde ich abraten. Es kann gefährlich für alle sein - Kuh und Pferd. Meiner attackiert aus dem Nichts die Kühe.
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Moonflower
New Member



71 Beiträge

Erstellt  am: 24.09.2019 :  21:47:45 Uhr  Profil anzeigen Sende Moonflower eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Ich würde zuerst spazieren und ausreiten sein lassen, ausser du kannst mit einer Gruppe wirklich ruhigen Pferden raus und es so probieren. Eine Bekannte in meinem Stall hatte das genau gleiche Problem mit ihrem Pferd aus Deutschland. Sie hat ihren Wallach auch zirka im Juni gekauft und schafft es jetzt endlich alleine auszureiten. Er ist immer noch ein bisschen unsicher, aber es geht. Die Begleitung von anderen Pferden hat ihm sehr geholfen. Es braucht halt Zeit und Geduld. Zur Unterstützung des Nervenkostüms würde ich auch Magnesium mit Tryptophan füttern. Da habe ich auch sehr gute Erfahrungen gemacht.

Eventuell Bodenarbeit in der Nähe der Kühe, falls möglich.

Moonflower
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Karima
Advanced Member



3255 Beiträge

Erstellt  am: 25.09.2019 :  12:24:32 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Karima's Homepage Sende Karima eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Danke euch. Ich denke wir probieren nun mal ein spezifisches Rindertraining.... mal schauen wie's weitergeht. Die Idee vom treiben leuchtet mir absolut ein und Dummm ist sie eben nicht, was helfen könnte.

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Diala
Advanced Member



2571 Beiträge

Erstellt  am: 25.09.2019 :  12:41:42 Uhr  Profil anzeigen Sende Diala eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Lusi

Ich habe nicht alles gelesen, würde aber das Pferd mit den Kühen auf die Weide stellen.


auf die Weide keinesfalls, habe zu viele Verletzungen gesehen... aber nebenan unbedingt. Desensibilisieren, entstressen; sie soll die Viecher ausserhalb der Fluchtdistanz in aller Ruhe beobachten dürfen.
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Karima
Advanced Member



3255 Beiträge

Erstellt  am: 25.09.2019 :  13:13:15 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Karima's Homepage Sende Karima eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Diala

Zitat:
Original erstellt von: Lusi

Ich habe nicht alles gelesen, würde aber das Pferd mit den Kühen auf die Weide stellen.


auf die Weide keinesfalls, habe zu viele Verletzungen gesehen... aber nebenan unbedingt. Desensibilisieren, entstressen; sie soll die Viecher ausserhalb der Fluchtdistanz in aller Ruhe beobachten dürfen.


Danke Diala. Mit den Kühen rauslassen ist für mich gar keine Option, da sie rausspringen wird - wenn ich sie überhaupt auf die gleiche Weide bekommen würde. Von der Verletzungsgefahr einmal ganz abgesehen. Das kann ich relativ gut einschätzen.

Sie steht seit Anfang Juni neben oder in unmittelbarem Sicht Kontakt zu "unseren" Kühen und es gibt absolut keinen deut Besserung, warum ich nun auch etwas anderes probieren möchte. Ausreiten ist mühsam, Daheim auf dem Platz reiten ist mühsam was einfach enorm einschränkt und gelinde gesagt nervt.

Mit Begleitpferd im Gelände gibt es im übrigen trotzdem Drama, aber weniger (lange) als wenn sie alleine raus geht.

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Melody5
Senior Member



1383 Beiträge

Erstellt  am: 25.09.2019 :  15:39:09 Uhr  Profil anzeigen Sende Melody5 eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
hast du es schon mit clickertraning probiert?
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Karima
Advanced Member



3255 Beiträge

Erstellt  am: 25.09.2019 :  16:37:13 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Karima's Homepage Sende Karima eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Melody5

hast du es schon mit clickertraning probiert?


Nee. Aber da sie so gar nicht ansprechbar ist sobald eine Kuh in der Nähe ist behaupte ich das sie das gar nicht wahrnehmen würde. Verfressen ist sie auch nicht genug, im Stall nimmt sie Guddelis nun aber sobald sie aufdreht nimmt sie sie gar nichts mehr an. Vom Sattel aus ist das auch wieder mühsam mit Clickern, da ich beide Hände an den Zügeln haben muss sonst besteht Todesgefahr. Da lohnt sich für mich der Aufwand nicht, sie erst anzulernen um es zu versuchen.

Magnesium erhält sie im übrigen schon, da sie auf Concours sowieso relativ guckig ist.

Mir wurde nun Ute Holm spezifisch vorgeschlagen, mal schauen wann die wieder in der Schweiz ist...

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Lusi
Advanced Member



23883 Beiträge

Erstellt  am: 25.09.2019 :  16:39:59 Uhr  Profil anzeigen Sende Lusi eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Ich finds ein wenig schwierig, wenn man im Vorfeld schon zu glauben weiss, was funktionieren würde oder nicht. Aus meiner Sicht ist diese Voreingenommenheit keine gute Basis.

Aber vielleicht kannst du das Problem ja lösen. Viel Glück.
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Karima
Advanced Member



3255 Beiträge

Erstellt  am: 25.09.2019 :  17:04:06 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Karima's Homepage Sende Karima eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Lusi

Ich finds ein wenig schwierig, wenn man im Vorfeld schon zu glauben weiss, was funktionieren würde oder nicht. Aus meiner Sicht ist diese Voreingenommenheit keine gute Basis.

Aber vielleicht kannst du das Problem ja lösen. Viel Glück.


Ohne dir ans Bein pinkeln zu wollen aber....

Als ob du alles machts was dir hier im Forum vorgeschlagen wird. Ist ja jeder selbst doof. Ich bin dankbar um alle konstruktiven Inputs und Filter mir selbst raus, was ich anwende und was nicht. Klar, müsste es nicht kommentieren was ich mache und was nicht, aber ein Forum lebt ja schliesslich vom diskutieren.

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Key
Senior Member



1984 Beiträge

Erstellt  am: 25.09.2019 :  17:05:59 Uhr  Profil anzeigen Sende Key eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Ich musste lernen das Pülverli wie Magnesium nichts nützen. Das Problem muss angegangem werden.
Ich hab das Herdenverhalten genutzt und ein cooles Pferd daneben gestellt und so haben wir eben Kühe angeschaut und dann angefangen uns zu nähern und dann sie von uns wegzutreiben. Nach wenigen Monaten, ohne teure Kurse, waren Kühe kein Grund mehr um panisch zu werden.

Magnesium hat bei meinem Duracell Pony überhaupt nichts genutzt. Ich musste lernen wie man mit ihm umgehen muss. Seine Ausraster werden immer weniger.

Bearbeitet von: Key am: 25.09.2019 17:07:55 Uhr
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Lusi
Advanced Member



23883 Beiträge

Erstellt  am: 25.09.2019 :  17:15:22 Uhr  Profil anzeigen Sende Lusi eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Karima

Zitat:
Original erstellt von: Lusi

Ich finds ein wenig schwierig, wenn man im Vorfeld schon zu glauben weiss, was funktionieren würde oder nicht. Aus meiner Sicht ist diese Voreingenommenheit keine gute Basis.

Aber vielleicht kannst du das Problem ja lösen. Viel Glück.


Ohne dir ans Bein pinkeln zu wollen aber....

Als ob du alles machts was dir hier im Forum vorgeschlagen wird. Ist ja jeder selbst doof. Ich bin dankbar um alle konstruktiven Inputs und Filter mir selbst raus, was ich anwende und was nicht. Klar, müsste es nicht kommentieren was ich mache und was nicht, aber ein Forum lebt ja schliesslich vom diskutieren.


Ich rede nicht vom alles machen. Aber egal. Mir kanns ja wurst sein.
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Jolly-Jumper
Advanced Member



7447 Beiträge

Erstellt  am: 25.09.2019 :  18:15:19 Uhr  Profil anzeigen Sende Jolly-Jumper eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Mein Pony ist ja auch in D sozialisiert und ich hatte dasselbe Problem mit derselben Ausprägng: all diese Verhaltensweisen sind mir wohl bekannt.

Bei ihm waren nicht einfach die Kühe nr das Problem, sondern auch die Erfahrung, dass auf sein Verhalten seitens Reiter mit Druck reagiert wurde. Er hat dann beispielsweise voll ausgetickt in Erwartung, dass nun Zwang kommt (Gerte, Durchdrücken etc.). Er hat mich gelehrt, mindestens 30 Schritte zuurückzgehen. Sprich: spazieren oder reiten vorbei oder daneben, ist schon eine extrem hohe Anforderung. Ich habe das Problem ganz schnell gelöst, indem ich (1) generell viel mit klassischem Schrecktraining und am Boden variabel (Parelli gibt da Übungsinspiration) zu Hause und auswärts (Bodenarbeitskurse) gearbeitet habe und ihn somit besser im Griff hatte am Boden sowie auf Beziehungsebene. Und indem ich (2) seine Grenze radikal toleriert habe: wenn er aufdrehte, war es zuviel, also hab ich versuicht, darunter zu beiben. ich bin an der Hand in einer Entfernung grasen gegangen, die er tolerierte und die haben wir immer weiter ausgedehnt.

Ich habe heute ein Pferd, mit dem ich an Kühen problemlos vorbei kann. Jedes Jahr im Frühjahr bei denm ersten Kühen draussen schauet er kurz und dann ist gut. Unsere Feuertaufe hatten wir übrogens nach ca. einem Vierteljahr bei einem Ausritt mit einer weiteren Person, als unser Nachbarbauer seine 40 Kühe aus dem Stall liesss, als wir gerade den Weg hochritten. Er war absolut rhig.

Mein Ansatzpunk bei einem sportgezogenen und sportorientierten Pferd wäre somit nicht die direkte, harte Konfrontation und das Durchdrücken (somit auch kein "Auf die Weide stellen"). Sondern ein Vorgehen mit Gefühl - das hiesse vorerst auch konsequent kein Reiten, wenn Kühe neben dem Platz sind direkt (ich hab da anfangs halt die Zeiten entsprechend gewählt).
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Karima
Advanced Member



3255 Beiträge

Erstellt  am: 26.09.2019 :  13:45:09 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Karima's Homepage Sende Karima eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Danke Key und JJ, das sind eben genau die spezifischen Erfahrungsberichte und Lösungs/Gedankenansätze auf die ich gehofft habe.

JJs Text hat mir auch wieder mehr zu denken gegeben und einen Gedankengang weitergespielt, den ich schon vorher hatte aber nicht weiterverfolgt habe (bzw. dachte das ergibt sich von selbst im Alltag), nämlich dasss das Grundproblem ein anderes ist. Wenn das Grundproblem gelöst ist, wird alles andere sich von selbst ergeben.

Sie schwankt zwischen brilliant, panisch-manisch und einfach Rotzfrech (Stichwort Steigen, sich versuchen loszureissen, Halfter zerstören, mir auf die Füsse stehen, Beissen beim verladen - je nach aktueller Gemütslage) und letztendlich haben wir einfach schon irgendwo die Beziehungsebene nicht miteinander geklärt. Bei allen meinen anderen zahlreichen Pferden ging das immer beiläufig, mal mehr oder weniger einfach, aber es ergab sich von selbst im Alltag.

So denke ich für mich ich werde nun "30 Schritte zurückgehen" , das Springen (und die Kühe) total aussen vor lassen und nun erstmals massiv auf der Horsemanship Schiene weiterarbeiten.

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Chigi
Senior Member



1252 Beiträge

Erstellt  am: 18.10.2019 :  15:21:49 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Chigi's Homepage Sende Chigi eine Private Nachricht  Antwort mit Zitat
Auf keinen Fall auf die Weide zu den Kühen stellen und alleine lassen! Könnte gut sein, dass die Rindviecher sogar Spass daran finden, das Pferd zu erschrecken oder zu jagen, das sind keine gefühllosen Maschinen und Humor haben sie alleweil Mein Rat: Desensibilisieren (das braucht dann Fantasie, Therapiepläne sind immer individuell) und das am besten in Begleitung anderer unerschrockener Pferde.

Ich helfe Dir gerne weiter, ruf mich einfach mal an... falls nötig auch mit Pferd (wenn Du nicht allzu weit weg bist), mein Stütchen ist das weltbeste Therapiepferd für ängstliche oder vorsichtige Pferde...

http://www.maniabilite.ch

Oder Du meldest Dich für einen Rinderkurs, da haben wir auch öfters ähnliche Fälle. Einfach bei der Anmeldung dazu schreiben, was das Problem ist, dann kann ich die Gruppeneinteilung entsprechend anpassen, dass kein weiteres unerfahrenes Pferd dabei ist. Zusammen mit den "alten Hasen" beruhigen sich die Neulinge meist erstaunlich schnell und gewinnen Sicherheit dank der anderen Pferden. Ich werde demnächst ein paar Trainingstermine für den Winter mit den Rindern in Oberembrach ausschreiben. Und die Kurse mit Ute Holm für 2020 werden Ende November publiziert.

Aus meiner Erfahrung kann ich aber nur eines sagen: Expect the unexpected! Man weiss nie, wie die Pferde am Rind reagieren - wir haben schon alles gesehen: Besitzer die gekommen sind, weil Rinder draussen im Gelände wie bei Dir ein riesen Problem sind, und das Pferdchen hat sich zu aller Erstaunen nach nur 10 Minuten eingekriegt und viel Spass am Rinderschubsen... und umgekehrt Reiter mit ruhigen problemlosen Pferden die völlig unerwartet mehrere Kurse brauchen, bevor es einigermassen stressfrei geht... eine Dame ist dann mal die ganze Saison zu jedem Rinderkurs gekommen einfach um eine Stunde mit in der Halle zu stehen und nix zu tun, der Wallach hatte solche Angst, der hat sich erst gegen Herbst langsam daran gewöhnt... daher flexibel bleiben mit den Trainingsansätzen und immer das Unerwartete erwarten.

Pferden verstehen Helfen - www.maniabilite.ch
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